Bewegt sich immer noch

Erdrutsch teilt Italien „faktisch in zwei Teile“

Ausland
08.04.2026 18:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein gigantischer Erdrutsch hat Italien „faktisch in zwei Teile geteilt“, berichtet das Büro von Ministerpräsidentin Meloni. Die Auswirkungen sind enorm: riesige Risse im Boden, verbogene Zuggleise und zerstörte Straßen. Die Situation könnte noch monatelang angespannt bleiben.

Vor einigen Tagen haben schwere Unwetter in Italien getobt, jetzt hat ein Erdrutsch an der süditalienischen Adriaküste weiteren Schaden angerichtet. Der Erdrutsch bewege sich aktuell immer noch, sagte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Fabio Ciciliano, am Mittwoch.

Insgesamt erstreckt sich der Erdrutsch über etwa vier Kilometer, es hat sich stellenweise eine regelrechte Kante gebildet. Die Lage bezeichnete Ciciliano als komplex. Sie werde einige Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern. Aus der Gemeinde Petacciato in der Region Molise seien als Vorsichtsmaßnahme bereits etwa 50 Menschen evakuiert worden.

Luftaufnahmen der Feuerwehr verdeutlichen das Ausmaß des Erdrutsches:

Nach Unwettern „reaktiviert“
Der Erdrutsch habe sich nach den Unwettern „reaktiviert“, wenn auch langsam, so Ciciliano. Seit 1906 ist der Hangrutsch laut „Sürdtirol News“ bekannt, er soll zu den größten Europas gehören. Erdbewegungen wurden dort immer wieder registriert. Die Behörden wussten zwar, dass der Hang instabil war, das änderte aber nichts daran, dass der Erdrutsch großen Schaden anrichtete. So sind etwa wichtige Verkehrsverbindungen in der Gegend lahmgelegt.

Straßen müssen gesperrt werden, weil sich Risse durch den Asphalt ziehen.
Straßen müssen gesperrt werden, weil sich Risse durch den Asphalt ziehen.(Bild: Vigili del Fuoco)
Der Erdrutsch bewegt sich aktuell immer noch.
Der Erdrutsch bewegt sich aktuell immer noch.(Bild: Vigili del Fuoco)
Der Erdrutsch hat großen Schaden angerichtet.
Der Erdrutsch hat großen Schaden angerichtet.(Bild: Vigili del Fuoco)
Aktuell steht der Bahnverkehr still, weil sich die Gleise verformt haben.
Aktuell steht der Bahnverkehr still, weil sich die Gleise verformt haben.(Bild: Radio Delta 1)

Wie der Fernsehsender Rai berichtete, ist ein Abschnitt der Autobahn A14 auf beiden Seiten gesperrt. Die Autostrada A14 verbindet den Norden Italiens mit dem äußersten Südosten des Landes. Hunderte Fahrzeuge steckten in bis zu 13 Kilometer langen Staus fest.

Zuggleise verformt, Urlauber gestrandet
Auch die Züge können nicht mehr fahren, durch den Erddruck verformten sich die Gleise – auf der wichtigen Strecke zwischen Bari und Pescara. Der Zivilschutz versorgte gestrandete Urlauber und richtete Umleitungen ein, wie „Südtirol News“ berichtete. Zusätzlich schlossen die Behörden in der gesamten Provinz Campobasso vorübergehend Schulen und Universitäten, so wolle man den Verkehr entlasten und verhindern, dass jemand in Gefahr gerate.

Meloni in Kontakt mit lokalen Behörden
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni steht nach Angaben ihres Büros in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden. In einer Mitteilung aus ihrem Amtssitz hieß es, Italien sei durch die Verkehrsunterbrechungen „faktisch in zwei Teile geteilt“. Alle Maßnahmen zur Wiederherstellung der Verbindungen können erst nach technischen Prüfungen bewertet werden, hieß es weiter.

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