Dramatische Einsätze
Wetterchaos in Italien bringt Brücke zum Einsturz
Italien erlebt derzeit ein meteorologisches Ausnahmeereignis: Starke Regenfälle, Überschwemmungen, massive Schneefälle und der teilweise Einsturz einer Brücke zwischen den Regionen Abruzzen und Molise haben die Infrastruktur im Mittel- und Süditalien lahmgelegt und zahlreiche Rettungseinsätze ausgelöst. Zahlreiche Menschen wurden aus Autos, Häusern und landwirtschaftlichen Betrieben gerettet, während Straßen und Bahnverbindungen gesperrt bleiben.
Nach tagelangen Regenfällen stürzte am Donnerstag eine Brücke über den Trigno-Fluss zwischen Abruzzen und Molise ein. Die Straße war zuvor vorsorglich gesperrt worden, sodass niemand verletzt wurde. Die betroffene Brücke ist Teil der wichtigen Strada Statale 16 Adriatica, die von Padua bis Otranto führt, und der Einsturz hat vor allem auf dem südlichen Abschnitt erhebliche Folgen für den Verkehr.
Italienische Medien berichteten, dass die Lage von den Behörden seit Mittwoch genau beobachtet wurde und der Teileinsturz während der Überprüfungen für eine Wiedereröffnung geschah.
Rettungskräfte im Dauereinsatz
In Apulien retteten Einsatzkräfte über 50 Autofahrer sowie rund 40 Menschen aus abgelegenen Häusern und landwirtschaftlichen Betrieben, wie Medien am Donnerstag berichteten. Viele Straßen, Wohnungen und Keller standen unter Wasser. Besonders kritisch bleibt die Lage in der Provinz Foggia, wo Flüsse über die Ufer traten und die Wasserstände weiter steigen.
Lawinengefahr und extreme Schneemengen
Das Mittelmeertief „Erminio“ brachte auch in höheren Lagen außergewöhnlich viel Schnee: In den Abruzzen wurden bis zu 1,5 Meter gemeldet, zahlreiche Orte waren zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten.
Rund zehn Personen saßen etwa 24 Stunden lang in einem Hotel im Skiort Passolanciano fest, ehe sie durch Militär und Straßenbehörden befreit werden konnten. In Capracotta gruben Einsatzkräfte Schneetunnel, um Häuser und Geschäfte erreichbar zu machen.
Der Klimatologe Massimiliano Fazzini warnte, dass die Lawinengefahr im Apenninraum auf höchste Stufe eingeschätzt werde. Der Schneefall in den Abruzzen sei der stärkste, der jemals im Frühling entlang des Apennin-Hauptkamms verzeichnet wurde.
Evakuierungen und Bahnunterbrechungen
In den Abruzzen kam es zu Überschwemmungen, Erdrutschen und vorsorglichen Evakuierungen. Auch der Bahnverkehr wurde in mehreren Abschnitten eingestellt. In der Basilikata musste ein Wohngebäude nach einem Erdrutsch teilweise geräumt werden.
Die italienische Zivilschutzbehörde meldete weiterhin zahlreiche kritische Situationen durch Hochwasser, unterbrochene Verkehrswege und überlastete Infrastruktur. Einsatzkräfte und freiwillige Helfer sind im Dauereinsatz, während weitere Niederschläge erwartet werden.









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