Unwetter vor Ostern
Hotelgäste eingeschneit – saßen 24 Stunden fest
Heftige Schneefälle hat es kurz vor Ostern in Mittelitalien gegeben. Mehrere Orte wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Hotelgäste saßen einen Tag lang in ihrer Unterkunft fest, nachdem Straßen durch umgestürzte Bäume und Schneemassen blockiert worden waren.
Rund zehn Personen saßen etwa 24 Stunden lang in einem Hotel im Skiort Passolanciano fest, nachdem Straßen durch umgestürzte Bäume und Schneemassen blockiert worden waren. Verletzt wurde niemand, wie die Behörden bestätigten.
Die Betroffenen berichteten von bangen Momenten, als sie vor einer „Wand aus Schnee“ standen und nicht weiterfahren konnten. Das Militär und die Straßenbehörden machten die Straßen wieder befahrbar und „befreiten“ so die Hotelgäste. Zuvor hatten die Menschen stundenlang ausgeharrt, ehe sie die Heimreise antreten konnten.
Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz:
Einsatzkräfte graben Schneetunnel
Auch in anderen Orten der Regionen Abruzzen und Molise kam es wegen der Unwetter zu massiven Beeinträchtigungen im Verkehr. Die Gemeinde Capracotta in der Provinz Molise versank meterhoch im Schnee, die Einsatzkräfte mussten Schneetunnel graben, um Häuser und Geschäfte erreichbar zu machen. „Willkommen in Sibirien“, scherzte Bürgermeister Candido Paglione
In der Gemeinde Capracotta liegt der Schnee meterhoch:
In zahlreiche Gemeinden an der Gebirgsketter Apennin liegt seit Tagen Schnee, der Straßen, Gebäude und Fahrzeuge unter sich begräbt. Trotz der extremen Bedingungen blieb die Versorgung gesichert. In den kommenden Tagen könnte die Lage weiterhin angespannt bleiben.
Hohe Lawinengefahr
Massimiliano Fazzini, Klimatologe und Leiter des Teams für Klimarisiko der Italienischen Gesellschaft für Umweltgeologie, warnte, dass die Lawinengefahr im Apenninraum auf höchste Stufe eingeschätzt werde. Abruzzen habe den stärksten Schneefall erlebt, der jemals im Frühling entlang des Apennin-Hauptkamms verzeichnet wurde.
Brücke eingestürzt
Nach einer vorsorglichen Sperrung wegen tagelanger starker Regenfälle stürzte am Donnerstag ein Teil einer Brücke zwischen den Regionen Abruzzen und Molise ein. Die Brücke ist Teil einer der wichtigsten und längsten Staatsstraßen Italiens, die Strada Statale 16 Adriatica. Der teilweise Einsturz der Brücke hat zumindest auf dem südlichen Teil der Strecke schwerwiegende Folgen für den Verkehr. Die Lage bleibe laut den Behörden angesichts der schweren Unwetterlage äußerst ernst.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.