Hatte brisante Fälle

Medienanwalt Peter Zöchbauer (59) verstorben

Medien
07.04.2026 12:22

Völlig überraschend ist der renommierte Wiener Medienanwalt Peter Zöchbauer am Ostermontag verstorben. Zöchbauer wurde 59 Jahre alt, er betreute mehrere clamorose Verfahren. 

Zöchbauer war am Montag nach einem medizinischen Notfall verstorben, wie seine Kanzlei gegenüber dem „Standard“ bestätigte. Die Nachricht von seinem plötzlichen Ableben erschütterte die Branche. Der Jurist hatte sich am Wochenende in seinem Ferienhaus in Niederösterreich aufgehalten, er war als sportlich bekannt gewesen, Nichtraucher und Antialkoholiker. 

Takacs, Benko, Novomatic
Als Anwalt hatte er unter anderem den Bundespolizeidirektor Michael Takacs im Verfahren gegen Ex-Politiker und Medienbetreiber Peter Pilz vertreten. Takacs hatte zusammen mit anderen Polizeibeamten gegen Pilz‘ Buch rund um die Causa Christian Pilnacek geklagt und erstinstanzlich Recht bekommen. 

Als Medienanwalt war Zöchbauer unter anderem nach der Ibiza-Affäre für den Glücksspielkonzern Novomatic tätig, auch für den gefallenen Immobilienjongleur René Benko war er im Einsatz.

„Mensch mit Haltung und Herz“
„Peter Zöchbauer war nicht nur ein herausragender Jurist und einer der führenden Medienrechtsexperten Österreichs, sondern vor allem ein Mensch mit Haltung und Herz“, heißt es in seinem von der Kanzlei verbreiteten Nachruf. Er sei für die Freiheit des Menschen und zugleich für die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen für sein Handeln und seine Worte gestanden. Speziell der Schutz von Persönlichkeitsrechten im Spannungsfeld zur Pressefreiheit sei ihm ein zentrales Anliegen gewesen, dem er sich mit Nachdruck und Überzeugung gewidmet habe.

Zöchbauer, geboren am 19. November 1966 in St. Pölten, war seit 1996 als Rechtsanwalt in Wien tätig. Ab 2002 trat er als Partner von Berger Saurer Zöchbauer Rechtsanwälte in Erscheinung, seit 2010 mit der von ihm gegründeten Kanzlei Zöchbauer Rechtsanwälte.

Er betätigte sich auch seit 2003 als Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Medien und Recht“ und seit 2005 als Lehrbeauftragter am Universitätslehrgang für Informationsrecht und Medienrecht. Privat war er in zweiter Ehe verheiratet, neben seiner Frau hinterlässt der Jurist auch einen erwachsenen Sohn aus erster Ehe.

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