Schimpft über „Tiere“

Trump droht: „Können Iran über Nacht ausschalten“

Außenpolitik
06.04.2026 19:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump rüstete seine harschen Worte in Richtung Teheran auch am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz nicht ab: „Iran kann in einer Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen sein.“ Trump äußerte dies im Zusammenhang mit seiner zuletzt gesetzten Frist für Teheran, die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz zu öffnen – 20 Uhr Ortszeit am Dienstag.

Trump berichtete in seinem Statement außerdem ausführlich über die Rettung eines US-Soldaten, dessen F-15-Kampfjet letzte Woche vom Iran abgeschossen worden war. Beide Besatzungsmitglieder waren auf iranischem Gebiet gelandet.

Heldenhafte Pilotenrettung im Iran
Die Rettungskräfte seien unter „sehr schwerem feindlichen Beschuss“ gestanden, sagte Trump. Der zweite Soldat sei „schwer verletzt“ gewesen und habe sich in einer Region voller Mitglieder der Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) befunden.

Für die Rettungsaktion seien 155 Flugzeuge, darunter vier Bomber, 64 Jagdflugzeuge, 48 Tanker und 13 Rettungsflugzeuge eingesetzt worden. Der Soldat konnte demnach nach fast 48 Stunden sicher geborgen werden – ohne amerikanische Verluste. Zurückgelassene Frachtflugzeuge, die im Sand steckenblieben, habe das US-Militär zerstört, „um nicht dem Iran in die Hände zu fallen“, erklärte Trump.

Beleidigende Worte in Richtung Teheran
Trump nannte den Iran bei der Pressekonferenz respektlos „Tiere“ und rechtfertigte damit den möglichen Angriff auf die Infrastruktur des Landes. Er behauptete zudem, dass ein Regimewechsel hin zu einer moderateren Führung bereits erreicht worden sei.

Beobachter verweisen jedoch darauf, dass die radikalen Revolutionsgarden durch den Tod des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Khamenei größeren Einfluss erlangt haben. Offiziell wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen geistlichen Oberhaupt ernannt, er tritt bisher jedoch nicht in der Öffentlichkeit in Erscheinung.

Iran lehnt Waffenruhe ab
Teheran wies unterdessen ein von mehreren Ländern über Pakistan übermitteltes Waffenruheangebot zurück. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Islamic Republic News Agency (IRNA) enthält die Antwort zehn Punkte, die unter anderem eine „dauerhafte Beendigung des Krieges im Einklang mit Irans Überlegungen“, die „Beendigung regionaler Feindseligkeiten“, ein „Protokoll für sicheren Durchgang durch die Straße von Hormuz“, Wiederaufbau und die Aufhebung von Sanktionen fordern.

Ölambitionen und innenpolitischer Widerstand
Trump äußerte auch, dass es in der eigenen Bevölkerung wenig Rückhalt für die Übernahme von iranischem Öl gebe: „Leider möchte die amerikanische Bevölkerung, dass wir nach Hause kommen.“ Er hatte zuletzt wiederholt vorgeschlagen, das Öl im Iran zu sichern, wofür die strategisch wichtige Insel Kharg im Persischen Golf eingenommen werden müsste – über die etwa 90 Prozent der iranischen Erdölausfuhren abgewickelt werden.

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