„Muss Chance haben“

Katamaran für Wal „Timmy“? Vorher aber Gutachten

Ausland
05.04.2026 22:57

Im Großen und Ganzen „unverändert“ ist die Lage um den gestrandeten Buckelwal „Timmy“ – doch im Hintergrund laufen weiter Bemühungen, dem verletzten Tier zu helfen. Ein dänischer Katamaran könnte die Lösung sein – dafür braucht es aber ein Gutachten. Denn „Timmy“ muss es für den Rettungsversuch gut genug gehen.

Till Backhaus, der Landwirtschaftsminister des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, war auch am Ostersonntag vor Ort. Vor der Insel Poel bei Wismar ist der Buckelwal seit Tagen festgesetzt, aufgrund seines Gewichts von zwölf Tonnen bereits bis zu 60 Zentimeter in den Ostseeboden eingesunken. Er lebt noch, aber: Er ist verletzt und auch der viel zu geringe Salzgehalt der Ostsee setzt dem Tier zu.

„Timmy“ wird rund um die Uhr beobachtet und regelmäßig von Einsatzkräften der Feuerwehr mit Wasser benetzt. Mehr konnte man nicht für das Tier tun, hieß es am Mittwoch. Nun aber brachte Minister Backhaus eine neue Möglichkeit zur Rettung ins Spiel – allerdings mit mehreren Abers.

Katamaran-Idee „in Prüfung“
Denn: Dem Buckelwal geht es nicht gut. Für eine Rettung muss es ihm aber so gut gehen, dass er einen eventuellen Transport mittels eines speziellen Katamarans in die Nordsee überstehen könnte. Dafür braucht es ein gesundheitliches Gutachten von Veterinären und Meeresbiologen, das vermutlich erst am Dienstag fertig ist. Und: Der Katamaran befindet sich in Dänemark – braucht vermutlich zwei Tage, bis er vor Ort und einsatzbereit ist. Ob „Timmy“ bis dahin durchhält, ist fraglich.

Seit Tagen bangen nicht nur die Bewohner der Ostsee-Insel um Buckelwal „Timmy“.
Seit Tagen bangen nicht nur die Bewohner der Ostsee-Insel um Buckelwal „Timmy“.(Bild: AFP/FLORIAN MANZ)

Backhaus bezeichnete den Katamaran gegenüber der „Bild“ als „verfügbar“ und „die beste Lösung“. Die Idee, die noch „in Prüfung“ sei: „Es werden 80 Zentimeter bis einen Meter breite Gurte unter dem Wal durchgespült, ganz vorsichtig, um dem Wal nicht zu schaden.“ Anschließend soll das Tier dann ganz vorsichtig hochgehoben und auf ein Netz gelegt werden, „um ihn dann lebend zu transportieren“.

Bedingung dafür: „Timmy“ müsse die Chance haben zu überleben. „Dem Wal darf nichts passieren“, so Backhaus. Die Wahrheit sei aber: Dem Tier gehe es „ganz schlecht“. Wie schlecht, soll das Gutachten zeigen. Getötet werde „Timmy“ jedenfalls nicht werden: „Wir können ihn nicht einfach erlösen durch was auch immer.“

Wie man erkennt, dass „Timmy“ gestorben ist
Wie lange der Überlebenskampf des Wals noch dauert, ist unklar. Bei einem Großwal könne der Sterbeprozess mehrere Tage dauern, erläuterte die Meeresbiologin Tamara Narganes Homfeldt von der Organisation Whale and Dolphin Conservation. „Wenn der Buckelwal gestorben ist, wird sich dies durch völlige Regungslosigkeit sowie insbesondere eine fehlende Atmung über einen längeren Zeitraum von etwa einer Stunde bemerkbar machen.“ Und wenige Tage später durch Gase, die den Walkadaver aufblähen und für Verwesungsgerüche sorgen.

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