Für Emma Felbermayr steht am Wochenende eine emotionale Rückkehr bevor: Die Welserin ist mit der F1 Academy im kanadischen Montreal zu Gast – dort, wo die Audi-Nachwuchspilotin vor einem Jahr sowohl ihre erste Disqualifikation erlebte als auch ihren ersten Sieg feierte.
Als Meisterschafts-Führende - Felbermayr hält sechs Punkte vor Alisha Palmowski – ist die 19-Jährige nun auf dem 4,361 Kilometer langen Circuit Gilles Villeneuve die große Gejagte. Das Top-Talent freut sich auf das Wiedersehen, hatte sich diese Ausgangslage aber erwartet.
„Ich wusste, dass ich die Pace und das Potenzial dafür habe“, sagt die Oberösterreicherin gegenüber der „Krone“ und verweist auf Shanghai: Sie habe dort den Grundstein legen können, da es einer ihrer „stärksten Strecken“ im Kalender sei.
„Noch ein sehr langer Weg“
Felbermayr will sich auf ihrem Erfolgsmoment nicht ausruhen. Die Vorbereitungen auf Kanada verlaufen akribisch, an den Fehlern des Vorjahres wird hart zusammen mit Audi und Einsatzteam Rodin Motorsport gearbeitet. Die Analyse der Rennvideos aus dem Vorjahr ergibt: „Es gibt immer etwas zu verbessern, auch nach so einem Wochenende. Deswegen kann man immer dazulernen.“
In Montreal wird es erstmals in dieser Saison drei Läufe geben. Felbermayr weiß um den Erwartungsdruck als Meisterschafts-Führende, sagt: „Wir haben erst zwei von 14 Rennen hinter uns. Es liegt noch ein sehr langer Weg vor uns – und das wird definitiv kein einfacher. Das Feld ist eng zusammen, da kann schon ein kleiner Fehler große Auswirkungen haben.“
Deshalb möchte sie das Gastspiel nicht überbewerten und betont: „Nur weil ich die Meisterschaft anführe, ändere ich weder meine Herangehensweise noch mein Mindset. Für mich ist Kanada ein Rennen wie jedes andere.“
Aber Anpassungen wird es dennoch geben: Weil es nun drei Läufe sind, werde es „im Qualifying jetzt zwei wirklich starke Runden“ brauchen, um im Top-Feld dabei zu sein.
China-Bild: „Mir egal“
Rückblick auf den Auftakt in Shanghai: Felbermayr gelingt mit Platz drei und einem Sieg der perfekte Saisonstart. Auf der Strecke war die Freude groß, die Mühen hatten sich einmal mehr bezahlt gemacht. In den sozialen Medien sah das Bild anders aus: Ein Foto von ihr und ihrem Partner, Hannes Janker, sorgte für reichlich Gesprächsstoff.
Die Oberösterreicherin lässt das auch heute kalt. „Ich habe die Kommentare gesehen, aber mir ist die Meinung fremder Menschen egal“, sagt sie und betont: „Sie kennen uns als Personen überhaupt nicht. Gerade bei privaten Themen sollte man nicht vorschnell urteilen.“
Der Status Quo bei Audi
Klar ist: Felbermayr ist aufgrund des Regulativs in ihrem letzten F1-Academy-Jahr. Der Druck ist gestiegen, seitens Audi verspüre die Nachwuchspilotin „etwas mehr als vergangenes Jahr“. Auch wenn die Oberösterreicherin noch nicht weiß, wo es ab 2027 weitergehen wird, möchte sie sich nicht davon beeindrucken lassen: „Ich versuche, das in Motivation umzuwandeln“, sagt sie.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.