Da findet das jährliche Pfingsttreffen der bei Kriegsende brutal aus Böhmen und Mähren vertriebenen Sudetendeutschen im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder erstmals in ihrer einstigen Heimat, nämlich in Brünn statt. Und zwar ausdrücklich unter dem Motto Versöhnung, also unter Absage an jeglichen Revanchismus. Und doch gibt es heftige Proteste dagegen, von den Kommunisten bis hin zu den rechten Regierungsparteien im Prager Parlament.
EINERSEITS ist es immerhin erfreulich, dass im Gegensatz dazu der tschechische Staatspräsident Petr Pavel dieses Versöhnungstreffen unterstützt und dass der vormalige Erzbischof von Prag, Jan Graubner, die Pfingstmesse für die Sudetendeutschen lesen wird.
ANDERERSEITS ist es schon einigermaßen seltsam, dass bei dieser wichtigen Gedenkveranstaltung der sudetendeutschen Altösterreicher im einst österreichischen Brünn die Regierungsspitze Österreichs nicht vertreten ist. Ebenso wenig wie unser freiheitlicher Nationalratspräsident, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass dieser der sehr CSU-affinen Führung der sudetendeutschen Landsmannschaft in Bayern rund um Bernd Posselt nicht sonderlich genehm sein könnte.
Wie auch immer. Absurd ist jedenfalls, dass ein Versöhnungstreffen im Europa des 21. Jahrhunderts noch immer derart heftigen Widerstand auslöst.
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