Siebenmal standen sich seit 2003 Österreich und Deutschland bei einer Eishockey-WM gegenüber – vier Matches entschieden Letztere für sich, zwei schnappte sich Rot-Weiß-Rot, 2005 gab es in Wien ein 2:2. Samstag in Zürich (20.20 Uhr, live in ORF1) geht es um nichts Geringeres als den Einzug in die K.o-Phase.
Die beiden rot-weiß-roten Siege über den großen Nachbarn bei einer A-WM liegen länger zurück: 2009 erzielte Thomas Koch in Bern das 1:0-Goldtor, 2015 verwandelte Konstantin Komarek beim 3:2-Erfolg in Prag im „Shoot-Out“ den entscheidenden Versuch. Mit dem dritten Streich am Samstag in Zürich würden Peter Schneider und Co. das Ticket für das Viertelfinale lösen.
Die K.o.-Runde ist beim ÖEHV-Kapitän aktuell allerdings nicht präsent: „Wir denken nicht ans Viertelfinale, sondern nur ans nächste Spiel“, stellte Schneider klar. Bernd Wolf pflichtete ihm bei: „Wir sind bislang sehr gut damit gefahren, nur von Spiel zu Spiel zu denken. Wir werden gegen Deutschland alles rein hauen – schauen wir, was am Ende rauskommt“, meinte der Verteidiger.
Im Gegensatz zu Österreich – das zuletzt zwei spielfreie Tage hatte – musste Deutschland am Freitag in der Swiss Life Arena ran, besiegte Ungarn mit 6:2. Teamchef Harold Kreis wusste den Erfolg einzuordnen: „Am Samstag wartet mit Österreich ein Gegner, der viel schwieriger zu bespielen ist, die Räume viel enger macht.“
Der Respekt vor Österreich ist im deutschen Lager längst angekommen: „Ich habe ihr Spiel gegen Lettland gesehen: eine gute Truppe. Sie kommt gerne über das Tempo, zeigt viel harte Arbeit“, erzählte Lukas Reichel, fügte allerdings hinzu: „Wenn wir mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gehen, werden wir die bessere Mannschaft sein.“
„Immer etwas Spezielles“
Leon Gawanke, der als allererster deutscher Verteidiger beim 6:2 gegen Ungarn einen Dreierpack im Rahmen einer A-WM verbucht hatte, weiß ebenfalls um die samstägige Brisanz: „Spiele gegen Österreich sind immer etwas Spezielles. Ich glaube allerdings, dass wir eine gute Ausgangsposition haben. Wenn wir die Leistung zeigen, wie in den letzten beiden Spielen, bin ich absolut guter Dinge.“
Bernd Wolf hält nichts davon, sich zu sehr auf das Match gegen Deutschland zu versteifen: „Wir dürfen jetzt einen nicht zu großen Druck aufbauen. Wenn wir am Samstag nicht die nötigen Punkte einfahren, warum sollte es dann nicht noch gegen einen größeren Gegner klappen“, spielte er auf die danach verbleibenden Gruppenspiele gegen Finnland (Sonntag, 20.20 Uhr) und die USA (16.20) an. „Wir haben in der jüngeren Vergangenheit bewiesen, dass wir auch gegen sie bestehen können.“
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