Tragische Szenen spielten sich in der Nacht auf Samstag auf der Zugspitze ab. Zwei junge Männer wollten bei Nacht den höchsten Berg Deutschlands vom Tiroler Außerfern aus besteigen. Doch gegen 3 Uhr wurde einem 20-Jährigen ein Schneefeld zum Verhängnis. Er rutschte aus und stürzte 250 Meter ab. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden.
Der deutsche Staatsbürger mit kasachischen Wurzeln ist laut Bergrettung 20 Jahre alt und wollte mit seinem gleichaltrigen Freund, einem Deutschen mit ukrainischen Wurzeln, die Zugspitze über die Stopselzieher-Route besteigen. Dazu brachen die beiden jungen Männer am Freitag gegen 19.30 Uhr von Ehrwald aus auf. Ihr Plan: während des Aufstiegs den Sonnenuntergang und am Gipfel den Sonnenaufgang zu beobachten. Ausgerüstet waren die beiden laut Polizei „lediglich mit Wanderschuhen, Stirnlampen und Grödeln“.
Die beiden beabsichtigten während des Aufstiegs den Sonnenuntergang sowie nach dem Erreichen des Gipfels den Sonnenaufgang zu beobachten.
Die Polizei in einer Aussendung
Gegen 3 Uhr befanden sich die beiden Männer auf halber Strecke der Route und mussten ein Schneefeld queren. Als einer der beiden vorausging, rutschte er ab. Der 20-Jährige stürzte rund 250 Meter über extrem steiles, felsdurchsetztes Gelände in die Tiefe.
Nächtliche Bergung per Hubschrauber
Sein Begleiter setzte umgehend einen Notruf ab, für den Verunglückten kam aber jede Hilfe zu spät. Er konnte vom Polizeihubschrauber Libelle gegen 5 Uhr nur noch tot geborgen und ins Tal gebracht werden.
Der zweite Bergsteiger wurde von Mitgliedern der Bergrettung Ehrwald und der Besatzung eines Notarzthubschraubers aus Liechtenstein per Winde unverletzt geborgen.
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