Nach Telegram-Blockade
Russen telefonieren über Haustier-Futterautomaten
Not macht erfinderisch: Nach der fast vollständigen Sperre des beliebten Messengers Telegram suchen die Russen nach neuen, kreativen Kommunikationswegen.
Das krisenerprobte russische Volk sorgt immer wieder mit ungeahnten Wegen aus der Patsche für Erstaunen. Während der Kreml seinen Bürgern das mobile Internet und Messenger wie WhatsApp und Telegram wegnimmt, werden schräge Umwege gefunden. Gut für den Austausch geeignet seien etwa Online-Spiele oder sogar Haushaltsgeräte, schreibt das russische Exilmedium „Meduza“. Alles sei besser als der von der Regierung propagierte Überwachungs-Messenger Max, lautet der Tenor.
Auf Instagram ging ein Video von Alina aus Moskau viral, die heute auf Bali lebt:
Die junge Frau erzählt darin, dass sie für Anrufe mit ihren Eltern in Russland einen automatischen Futterspender für Haustiere mit eingebauter Kamera verwende, da die anderen Kommunikationsmittel nicht mehr funktionierten. Die rechtmäßige Besitzerin des Automaten, eine Katze namens „Schneeflocke“, war offenbar völlig verwirrt.
„Moderne Probleme erfordern moderne Lösungen“
In den Kommentaren zu dem Clip führten User aus, welche weiteren Haushaltsgeräte sich für Videoanrufe eignen. Gelobt wurden einige Modelle von Saugrobotern, die mit Kamera, Mikrofon und Lautsprechern ausgestattet sind, sowie Video-Babyphone und Gegensprechanlagen mit Kameras. Besonderen Applaus gab es aber für Alinas Einfallsreichtum. „Moderne Probleme erfordern moderne Lösungen“, schrieb ein Nutzer mit einem lachenden Smiley. „Wenn die Futterstation auch noch gesperrt wird, könnt ihr auf ein Katzenklo mit Kamera wechseln“, scherzte ein weiterer.









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