„Ähnelt Labyrinth“
Drogenschmuggel-Tunnel hinter Kühlschrank entdeckt
Die spanische Polizei hat einen außergewöhnlichen Fund gemacht. Hinter einem riesigen schalldichten Kühlschrank entdeckten die Beamten einen Drogenschmuggel-Tunnel – äußerst gut ausgebaut und sogar ausgestattet mit Schienen. Über den Tunnel wurde Haschisch aus Marokko nach Europa geschmuggelt.
Ein Jahr lang hatte die Polizei ermittelt, bevor sie dieses „einer Mine ähnelndes Labyrinth“ endlich entdeckt hat. Der Drogenschmuggel-Tunnel ist strategisch gut platziert. Der Ausgang des Tunnels liegt in Ceuta an der nordafrikanischen Küste. Ceuta gehört als Exklave zu Spanien, ist aber von Marokko und dem Meer umgeben.
Das haben die Schmuggler offenbar ausgenutzt. Durch ihren Tunnel konnten sie nämlich das Haschisch direkt von Marokko nach Spanien und damit in die EU schmuggeln. Von Ceuta aus sei das Haschisch dann nach ganz Spanien und in andere Teile Europas geschmuggelt worden, erklärte das spanische Innenministerium.
Ceuta grenzt zwar geografisch an Marokko, gehört aber zu Spanien:
Mehrere Razzien
Bei mehreren Razzien nahmen die Beamten 27 Verdächtige fest, darunter auch einen der Anführer des Schmuggler-Netzwerkes. Außerdem wurden mehr als 17 Tonnen Haschisch sowie 1,4 Millionen Euro Bargeld und 17 Luxuswagen beschlagnahmt.
Durchdachtes System
„Getarnt hinter einem riesigen schalldichten Kühlschrank hatte der Tunnel drei Ebenen: einen Schacht, um hinabzusteigen, einen Verbindungsraum für die Lagerung der Päckchen und einen Gang in direkter Linie nach Marokko“, führte das Innenministerium aus.
Schienen und Waggons sowie Flaschenzüge und kleine Kräne erleichterten den Schmugglern den Transport der Haschisch-Paletten. Die Ausrüstung sei unter einem industriellen Hangar verborgen gewesen. Dank eines Pumpsystems und Schalldämpfung funktionierte der Schmugglertunnel, ohne aufzufallen.
Schmuggler-Netzwerk auch in Nordspanien aktiv
Die mehrfache Entdeckung von Drogen in Ceuta und im südspanischen Andalusien brachte die Polizei auf die Spur des Schmuggler-Netzwerkes, das auch vom nordspanischen Galicien aus aktiv war. Die folgenden Polizeirazzien fanden laut Innenministerium schließlich am Donnerstag vergangener Woche ihren Abschluss.
Marokko ist einer der größten Erzeuger des Haschisch-Rohstoffs Cannabis. Das nahe gelegene Spanien wird traditionell als Transitland für den Drogenhandel in Europa genutzt.










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