Das Positive vorweg: Die Gesamtzahl der angezeigten Strafdelikte in Kärnten ist gesunken. Weniger erfreulich: Es gab mehr Einbrüche, Gewaltdelikte sowie Cybercrime-Angriffe. Besonders auffallend: Alkohol- und Drogen am Steuer sowie jungere Straftäter scheinen zum immer größeren Problem zu werden.
Insgesamt 25.532 Anzeigen wurden im vergangenen Jahr im Bundesland Kärnten ertsattet. Zum Vergleich: 2024 waren es 26.398. 18.429 Verdächtige konnten 2025 von der Exekutive ausgeforscht werden. Was bedeutet: 61,3 Prozent aller Fälle, also mehr als zwei Drittel, konnten von den heimischen Beamten aufgeklärt werden.
Mehr Einbrüche als im Vorjahr
Weniger erfreulich: Es gab mit 293 angezeigten Einbrüchen um 17 mehr, als im Jahr davor. „Diesbezüglich muss man aber anmerken, dass 128 Coups erfolglos waren. Aufgrund der deutlich verbesserten Sicherungsmaßnahmen durch die Bevölkerung“, so Landeskriminalamtchef Gottlieb Türk.
Auch bei Gewaltdelikten wurden im vergangenen Jahr um 113 Anzeigen mehr erstattet. Nach wie vor die Haupttatwaffe: Messer.
Und: Wie auch im restlichen Österreich werden auch in Kärnten die Verdächtigen immer jünger – dabei besonders alarmierend: Insgesamt 57 der erwischten Minderjährigen waren unter zehn Jahre alt und mussten sich wegen Körperverletzung „verantworten“. Allerdings gebe es hierzulande, anders als in anderen Bundesländern, diesbezüglich keine „Hotspots“, wie Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß beruhigt.
Kriminalität im Internet boomt
In Sachen Internetkriminalität entspannt sich die Situation nur wenig überraschend kaum – vor allem was „Cybercrime im engeren Sinne“ betrifft, wie es im Fachjargon heißt. Sprich: Täter erlangen auf unterschiedlichste Methoden Zugriff auf private oder offizielle Computersysteme und fügen ihren Opfern Schaden zu. Diesbezüglich ist die Zahl der Anzeigen von 596 im Jahr 2024 auf 733 im Vorjahr gestiegen.
Alko- und Drogenlenker im Visier
Die wohl alarmierendsten Zahlen finden sich jedoch in der Kategorie Verkehr: So wurden 2025 insgesamt 3368 Alkolenker von der Straße „gefischt“. Um 266 mehr, als noch im Jahr davor. Noch schlimmer die Entwicklung bezüglich Drogen im Verkehr: Insgesamt 482 berauschte Lenker wurden demnach ertappt. 2024 waren es noch 319. Ein Anstieg, der aber auch mit den gezielten Kontrollen der geschulten Spezialkräfte zusammenhängt.
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