Im Intrigantenstadel kommt diese Liste zur Unzeit: Rund 83.000 Haushalte zahlen mit ihrem ORF-Beitrag die höchsten Gehälter.
Gagenparadies öffentlich-rechtlicher Sender! Das ewige Politikum um die Top-Gehälter im ORF erhält mit dem brandaktuellen Transparenzbericht neuen Zündstoff. Inmitten einer der größten Krisen samt Schlammschlacht rund um den Rücktritt von Generaldirektor Roland Weißmann wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung kommt die Liste mit Bruttojahresgehältern (+) ab 170.000 Euro (2025 inkl. Bonifikation) für den Staatsfunk freilich zum ungünstigsten Zeitpunkt ...
Insgesamt sind es nach 73 Personen im Vorjahr nun mit knapp über 60 Namen etwas weniger. Es geht dabei aber immer noch um mehr als 15 Millionen Euro! Bei 183,60 Euro ORF-Beitrag im Jahr finanzieren also knapp 83.000 Haushalte die Gagenkaiser am Küniglberg, bei den Töchtern und in den Landesstudios.
Stadt Salzburg zahlt quasi nur für Spitzenverdiener
Anders gerechnet: Da in einem privaten österreichischen Haushalt im Durchschnitt mehr als zwei Menschen leben, ist das mindestens die Einwohnerzahl der Stadt Salzburg!
Die „Krone“ kennt die Gewinner, Verlierer – und die großen Fehlenden auf der Liste. Neue Nummer 1 vor Weißmann ist mit Pius Strobl der Sicherheitsbeauftragte und Wohltätigkeitschef (offenbar auch zu sich selbst) des Hauses. Bekanntlich teilt sich der Manager denselben Anwalt wie die Kronzeugin der ORF-Affäre. Der bald 70-Jährige kämpft zudem um seine Luxuspension über 2,4 Millionen Euro. Bis dahin wird ihm der Job noch mit rund 33.000 Euro pro Monat versüßt. Dem neunfachen eines heimischen Durchschnittsverdieners! Die neue ORF-Chefin Ingrid Thurnher ist noch mit ihrem Einkommen als Radio-Direktorin (exakt 270.270 Euro) nicht einmal unter den Top 5.
Welche Landeskaiser beim Abkassieren vorne sind
Der bisherige Spitzenreiter im Gagenreport, Ö3-Wecker-Stimme Robert Kratky, zog sich ja wegen eines beginnenden Burnouts zurück. Nicht so freiwillig war der Abschied von Sportchef Hannes Aigelsreiter im Jänner. Er ist, im Gegensatz zu Kratky, mit knapp 340.000 Jahresbrutto noch letztmals auf Platz 3 der Geld-Rangliste vorgerückt. Landeskaiserin bleibt ORF-Salzburg-Direktorin Waltraud Langer, die pro Monat 18.500 Euro brutto bekommt. Dahinter der steirische Landesstudio-Chef, Schlusslicht ist Wien.
"Dancing Star" hat weiter den höchsten Nebenverdienst
Neben den Spitzenverdiensten sorgen auch die Nebenjobs immer wieder für Gesprächsstoff. Immer noch auf Platz 1 ist trotz verschärfter (Werbe-)Regeln der „Dancing Stars“- und Opernball-Moderator Andreas Knoll. Knapp danach kommt „ZiB 2“-Starmoderator Armin Wolf, der als Buchautor und Polit-Erklärer im Doppel mit Peter Filzmaier auftritt.
Für heuer müssen sich die Top-Verdiener übrigens mit einer Nulllohnrunde zufriedengeben ...
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