Für Vergewaltigungen

Schwede soll Ehefrau an 120 Männer verkauft haben

Ausland
30.03.2026 16:09
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Schweden sorgt derzeit ein Fall für Entsetzen, der an Gisèle Pelicot in Frankreich erinnert. Ein Mann soll seine Ehefrau an mehr als 120 Männer verkauft und die Vergewaltigungen überwacht haben. Er wurde am Montag wegen schwerer Zuhälterei, Vergewaltigung und Körperverletzung in mehreren Fällen angeklagt.

Der 62-Jährige war Ende Oktober im Norden Schwedens festgenommen worden, nachdem seine Frau ihn bei der Polizei angezeigt hatte. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft und bestreitet die Vorwürfe. Laut der Anklageschrift hat der Mann seine Frau jahrelang unter Druck gesetzt, „sexuelle Handlungen zu verrichten“ und dafür Geld entgegengenommen. Er bot sie im Internet an, vereinbarte Treffen mit Männern und überwachte die Vergewaltigungen anschließend. Bis Februar wurden laut Staatsanwältin Ida Annerstedt 120 Männer identifiziert, die im Verdacht stehen, sexuelle Dienstleistungen gekauft zu haben.

Die Straftaten sollen sich zwischen dem 11. August 2022 und dem 21. Oktober 2025 ereignet haben. Zusätzlich zu der Anklage wegen schwerer Zuhälterei wurde der Mann auch wegen acht Vergewaltigungen angeklagt, darunter eine Vergewaltigung durch einen anderen Mann. Er wurde außerdem wegen versuchter Vergewaltigung in vier Fällen und Körperverletzung in vier Fällen angeklagt. Laut schwedischen Medienberichten soll er früher Teil der Rockband Hells Angels gewesen sein.

Drogenabhängigkeit und Angst ausgenutzt
Seine Frau soll der 62-Jährige mit Gewalt und Drohungen unter Druck gesetzt haben. Er nutzte laut der Anklage aus, dass sie drogenabhängig war und Angst vor ihm hatte. Ihre Mandantin habe „schwere und besonders schwere Straftaten“ erlitten, sagte die Anwältin Silvia Ingolfsdottir. „Sie hofft nun, Gerechtigkeit zu erlangen.“ Der Prozess wird voraussichtlich am 13. April beginnen.

Der Fall erinnert an die Französin Gisèle Pelicot, die von ihrem damaligen Ehemann betäubt und zur Vergewaltigung weitergereicht wurde. Mehr als 50 Täter wurden identifiziert.

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