Brandursache geklärt

Brand in Altenheim: 13 Senioren wurden verletzt

Kärnten
23.05.2026 19:20
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Tragischer Vorfall bei Lind ob Velden in Kärnten: In einem Pflegeheim gab es am Freitagabend gegen 17.20 Uhr Alarm. In einem Zimmer war ein Brand ausgebrochen, bei dem Senioren verletzt wurden. Über 100 Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Brandursache wurde nun geklärt.

Zu einem besonders heiklen Einsatz mussten am Freitagnachmittag fünf Feuerwehren - die FF Lind ob Velden, die FF Föderlach, die FF Rosegg, die FF Wernberg und die FF Damtschach – mit 120 Kräften ausrücken. In einem Zimmer eines Altenheims war aus unbekannter Ursache ein Brand ausgebrochen. 102 Bewohner der Pflegeeinrichtung mussten von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht werden.

„Offene Feuerquelle“
Wie es zu dem Brand in dem Zimmer gekommen war, stand am Freitagabend noch nicht fest, konnte aber rasch geklärt werden. Die Ursache war laut Polizei „der unsachgemäße Umgang mit einer offenen Feuerquelle“ – für die Ermittlung wurde auch ein eigener Brandmittelspürhund eingesetzt.

Während in einem ersten Update des Roten Kreuzes von „vier Leichtverletzten und einer schwer verletzten Person“ die Rede war, musste die Zahl wenig später weit nach oben korrigiert werden. „Derzeit 34 verletzte Personen. Weitere Rotkreuz-Einheiten werden soeben nachalarmiert“, hieß es später seitens der Organisation. „Die schwer verletzte Person wurde mit dem Rettungshubschrauber C11 ins Spital geflogen“, erklärt Melanie Reiter, Pressesprecherin des Kärntner Roten Kreuzes. Die 61-jährige Frau wird im Klinikum Klagenfurt behandelt. Am Samstag konnte die Zahl auf 13 Verletzte korrigiert werden.

Zitat Icon

So eine Situation stellt für jeden eine massive Aufregung dar, aber besonders für ältere Menschen. Einige Bewohner leiden unter Demenz.

Melanie Reiter, Rotes Kreuz Kärnten

„20 Mitarbeiter der Krisenintervention sind mittlerweile vor Ort“, so Reiter. Denn solche Stresssituationen belasten pflegebedürftige Senioren besonders. „Oberste Priorität hat die sichere Versorgung und Betreuung aller Betroffenen“, so das Rote Kreuz. 

Viele erlitten Rauchgasvergiftungen
Die meisten Verletzten haben Rauchgasvergiftungen erlitten. Wegen der massiven Rauchgasentwicklung mussten alle 102 Bewohner aus dem Gebäude gebracht und auf andere Pflegeeinrichtungen in den Bezirken Villach und Feldkirchen aufgeteilt werden.

Angehörige verständigt
Zeitgleich wurden von der Heimbetreiberin, der Mavida Group, die Angehörigen der Bewohner verständigt. „Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Familien. Unser ausdrücklicher Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehr und der Rettung“, so Daniel Nedved, der Geschäftsleiter der Mavida Group für Kärnten.

Hotline für Angehörige

Für Familienangehörige jener Bewohnerinnen und Bewohner, die vom Brandereignis im Pflegeheim Lind ob Velden betroffen sind, wurde eine Informationshotline eingerichtet. Bei Fragen rufen Sie 0664 / 304 15 48

Um die Betroffenen möglichst gut versorgen zu können, rückten auch aus anderen Bezirken Helfer aus: „Aus Spittal, Klagenfurt, Feldkirchen“, erklärt Reiter. „Die Krisenteams vor Ort sind hauptsächlich mit der Beruhigung der Bewohner beschäftigt.“ Die Feuerwehren konnten ihren Einsatz um etwa 22 Uhr beenden. 

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