Aktion „Earth Hour“

Eine Stunde Dunkelheit: Zeichen gegen Klimawandel

Klima
28.03.2026 22:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Samstagabend war es an Orten weltweit für eine Stunde dunkel. Grund dafür war kein Stromausfall, sondern die „Earth Hour“ („Eine Stunde für die Erde“). Damit soll ein Zeichen im Kampf gegen die Klimakrise gesetzt werden – auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen rief zur Teilnahme auf.

Im Kampf gegen die Klimakrise hat der WWF am Samstag mit seiner „Earth Hour“ zum bereits 20. Mal das Licht weltweit für eine Stunde ausgehen lassen. Traditionell wurde es von 20.30 bis 21.30 Uhr Ortszeit an berühmten Wahrzeichen dunkel. Das Opernhaus in Sydney war Teil der Aktion genauso wie der Pariser Eiffelturm und das Brandenburger Tor

Österreichische Wahrzeichen machten mit
In Österreich beteiligten sich neben dem Schloss Schönbrunn noch mehrere weitere Wahrzeichen, darunter das Wiener Rathaus, das Schloss Mirabell in Salzburg oder die Ars Electronica in Linz. Weitere Earth-Hour-Teilnehmer waren Städte wie Wels und Traun in Oberösterreich oder Krems in Niederösterreich, teilte der WWF mit.

Die „Earth Hour“

  • Die „Earth Hour“ wurde 2007 vom WWF (World Wide Fund for Nature) in Sydney, Australien, ins Leben gerufen.
  • Sie soll ein Zeichen dafür sein, dass sich die Menschen besser um die Erde kümmern müssen. 
  • Vergangenes Jahr wurde nach WWF-Angaben an Tausenden Orten in mehr als 180 Ländern und Gebieten das Licht ausgeschaltet.

Unter dem Motto „Eine Stunde für die Erde“ beteiligten sich auch Privatpersonen, Gemeinden und Unternehmen an der WWF-Aktion, indem sie Klima- und Naturschutzmaßnahmen aktiv umsetzen. „Die WWF Earth Hour ist eine Chance, die Politik zum Handeln aufzufordern. Sie bietet aber auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und sich für den Schutz des Planeten stark zu machen“, sagte WWF-Klimasprecherin Viktoria Auer.

Start in Neuseeland
Den Auftakt zur Earth Hour machte naturgemäß Neuseeland: In Auckland ging das Licht aus, der Sky Tower und die Harbour Bridge verschwanden im Schwarz der Nacht. Das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Wellington wurde ebenfalls verdunkelt. Damit läutete der Pazifikstaat laut dpa die „Earth Hour“ ein – die „Stunde der Erde“, die nun wie eine dunkle Welle einmal rund um den Planeten zieht. Jährlich beteiligen sich Millionen Menschen an der Initiative.

WWF fordert zum Energiesparen auf
Angesichts der aktuellen Energiekrise forderte der WWF in diesem Jahr eine Klima- und Naturschutz-Offensive und rief zum Sparen von Energie auf. „Die wichtigste Antwort der Regierung auf den fossilen Preisschock müssen sofortige Energiesparmaßnahmen sein“, so Auer.

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