Trotz Fortschritten

OECD fordert von uns mehr Tempo beim Klimaschutz

Innenpolitik
22.05.2026 14:46

Die OECD bescheinigt Österreich Fortschritte bei erneuerbarer Energie und Kreislaufwirtschaft. Gleichzeitig wächst der Druck, den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen rascher zu senken.

Österreich erhält von der OECD Anerkennung für seine Umweltpolitik. In der aktuellen Umweltländerprüfung lobt die Organisation vor allem den hohen Anteil an erneuerbarer Energie sowie die wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft. Zugleich mahnen die Experten jedoch: Beim Klimaschutz müsse das Tempo deutlich erhöht werden.

Erneuerbare Energie als Stärke
Mehr als 80 Prozent des heimischen Stroms stammen inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Auch beim gesamten Energieverbrauch liegt Österreich mit 43 Prozent erneuerbarer Energie klar über dem EU-Durchschnitt. Die OECD sieht darin einen wichtigen Erfolg der vergangenen Jahre. Positiv bewertet wird außerdem, dass Umweltmaßnahmen wie thermische Sanierungen oder der Austausch fossiler Heizungen trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten fortgeführt wurden.

Zitat Icon

Der OECD-Bericht zeigt, dass wir beim Umwelt- und Klimaschutz wichtige Fortschritte erzielt haben, aber den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen müssen.

Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP)

Kreislaufwirtschaft wird zum Jobmotor
Besonders hervorgehoben wird die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie. Rohstoffe länger im Wirtschaftskreislauf zu halten, stärke nicht nur Umwelt- und Ressourcenschutz, sondern auch Versorgungssicherheit und den Wirtschaftsstandort. Bereits heute erwirtschaftet die Branche rund 16,6 Milliarden Euro Umsatz und sichert etwa 51.000 Arbeitsplätze. Die OECD verweist zudem auf die hohe Innovationskraft österreichischer Umwelttechnologie-Unternehmen.

Klimaziele bleiben große Herausforderung
Trotz positiver Entwicklungen sieht die OECD weiterhin großen Handlungsbedarf. Die Treibhausgasemissionen sinken zwar seit Jahren, jedoch noch nicht schnell genug, um die europäischen Klimaziele zu erreichen.

Der Bericht macht damit klar: Österreich hat beim Umbau in Richtung Nachhaltigkeit wichtige Schritte gesetzt – der Weg zur echten Klimaneutralität bleibt aber eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre.

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