Als Zeichen des Klimaschutzes wird Ende März zum 20.Mal das Licht weltweit abgedreht. Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen unterstützt die Initiative und ruft zur Teilnahme auf.
Wenn am 28. März um 20.30 Uhr rund um den Globus die Lichter ausgehen, wird es nicht einfach nur dunkel – es wird still. Still vor Wahrzeichen, still in Städten, still in Wohnzimmern. Die weltweite „Earth Hour“, organisiert vom WWF, findet heuer bereits zum 20. Mal statt. Was 2007 im australischen Sydney begann, ist heute eine der größten Umweltaktionen der Welt.
Millionen Menschen drehen für eine Stunde den Schalter um – ein symbolischer Akt, der mehr sagt als tausend Reden: Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Präsident warnt vor Rückwärtsgang
Unterstützung kommt auch aus der Hofburg. Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft zur Teilnahme auf und findet deutliche Worte: Klimaschutz sei zuletzt zu oft in den Hintergrund geraten, während politische Entscheidungsträger sogar „den Rückwärtsgang eingelegt“ hätten. Sein Appell: Nur gemeinsames Handeln könne verhindern, dass Klimaziele zur bloßen Illusion werden.
„Ein weltweiter Weckruf“
Für WWF-Österreich-Chefin Andrea Johanides ist die Aktion mehr als Symbolik. Sie nennt die Earth Hour einen „weltweiten Weckruf“ an die Politik. Die Klimakrise und der Verlust der Artenvielfalt gehörten zu den größten Bedrohungen unserer Zeit – für Sicherheit, Wohlstand und letztlich für das Leben selbst. Gerade in geopolitisch unruhigen Zeiten dürften Klima- und Naturschutz nicht zur Nebensache werden.
Warum diese Stunde zählt
Schon heute sind die Folgen der Erderhitzung spürbar: Extremwetter, Dürren, zerstörte Lebensräume. Jede weitere Erwärmung verschärft die Schäden – und verkleinert das Zeitfenster, gegenzusteuern. Weniger Energieverbrauch, mehr Naturschutz, nachhaltige Mobilität und erneuerbare Energie gelten als zentrale Hebel. Doch ohne gesellschaftlichen Druck bleiben viele Maßnahmen Theorie.
Eine Stunde, die Hoffnung macht
Die Earth Hour fordert deshalb nicht nur Dunkelheit, sondern Aufmerksamkeit. Eine Stunde ohne grelles Licht, ohne Ablenkung – dafür mit Bewusstsein. Vielleicht beim Kerzenschein. Vielleicht beim Gespräch. Vielleicht beim Entschluss, etwas zu ändern.
Denn manchmal beginnt eine Bewegung genau so: mit einem Klick. Und mit der Erkenntnis, dass selbst eine einzige Stunde die Welt ein kleines Stück heller machen kann – auch wenn das Licht gerade aus ist.
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