Aufgeheizte Stimmung

Mega-Proteste in USA: Zehntausende auf den Straßen

Außenpolitik
28.03.2026 22:06
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zehntausende Menschen protestieren in den USA gegen ihre Regierung. Gröbere Ausschreitungen gab es bisher nicht, obwohl auch zahlreiche Trump-Anhänger auf die Straße gehen – doch die Stimmung ist hitzig und der Zeitpunkt brisant.

„Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich Donald Trump hasse“, sagt eine 81-jährige Demonstrantin dem Sender CNN. Solche Aussagen blieben nicht unerwidert. Auch Trumps Unterstützer gehen auf die Straße, teils demonstrativ mit Fan-Artikeln der MAGA-Bewegung gekleidet.

Immer wieder geraten die beiden Lager aneinander, es kommt zu hitzigen Wortgefechten. Die Polizei versucht, zu deeskalieren. Laut der Polizei in Dallas wurde dort eine Person festgenommen, über gröbere Ausschreitungen ist am Samstagabend nichts bekannt.

Die „No Kings“-Proteste

  • Die Proteste unter dem Motto „No Kings“ („Keine Könige“) richten sich gegen die Migrationspolitik der US-Regierung, außenpolitische Entscheidungen sowie steigende Lebenshaltungskosten. 
  • In den USA sind mehr als 3200 Proteste im ganzen Land geplant, es werden Millionen Demonstranten erwartet.

Aufgeladene Stimmung
Videos zeigen, wie Demonstranten der beiden Seiten aufeinander losgehen. „Greift niemanden an“, ruft eine Frau und versucht mehrere Männer zu beruhigen. Kurz darauf eskaliert die Situation – ein Mann stößt die Kamera weg. 

Eine Demonstrantin hält ein Schild hoch, auf dem Donald Trump zu sehen ist. Auf seinem Gesicht ...
Eine Demonstrantin hält ein Schild hoch, auf dem Donald Trump zu sehen ist. Auf seinem Gesicht steht „Criminal“ („kriminell“).(Bild: AFP/BENJAMIN FANJOY)

„Ihr seid Clowns, ihr seid peinlich“, schreit ein anderer Mann in Richtung der „No Kings“-Demonstranten. In dem Video von „TMZ“ ist zu sehen, wie er sich über ein Plakat lustig macht, das die Kosten des Iran-Kriegs kritisiert. Er habe Aktien des Rüstungs- und Technologiekonzerns Lockheed Martin gekauft und deshalb kein Problem mit dem Krieg, sagt er.

Prominente Unterstützung
Die „No Kings“-Demonstranten haben prominente Unterstützung: Rock-Legende Bruce Springsteen sagte in Minnesota, die Kundgebung dort sei eine „Inspiration für das ganze Land“. Der Schauspieler Robert De Niro erklärte, er sei „stolz darauf“, heute an der Seite der „No Kings“-Bewegung zu stehen. „Ich unterstütze die Bewegung zu 150 Prozent“, erklärte der Schauspieler bei einer Pressekonferenz. Trump müsse „gestoppt werden, und zwar sofort“.

Barometer für wichtige Wahl
Die Proteste finden zu einem brisanten Zeitpunkt statt und werden genau beobachtet. Im Herbst finden in den USA die wichtigen Zwischenwahlen statt, die Proteste werden als mögliche Barometer für die politische Stimmung im Land angesehen. Laut den „No Kings“-Organisatoren gibt es in den republikanisch dominierten Bundesstaaten diesmal mehr Proteste als bei den letzten Demonstrationen im Oktober – tendenziell sind auf den Protesten eher Anhänger der Demokraten.

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