Strenge US-Gesetze

Supreme Court erlaubt Versand von Abtreibungspille

Außenpolitik
15.05.2026 07:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Abtreibungspille Mifepristone kann in den Vereinigten Staaten weiter online verschrieben und per Post bezogen werden. Das hat der Oberste Gerichtshof des Landes am Donnerstag entschieden. Damit setzte er die Einschränkungen einer unteren Instanz aus.

Die Hersteller des Medikaments hatten den Supreme Court zuvor im Eilverfahren angerufen und vor erheblichen Auswirkungen auf die Versorgung gewarnt. Anfang des Monats hatte ein Berufungsgericht den Zugang zu Abtreibungspillen auf dem Postweg vorläufig stark eingeschränkt. Hintergrund war eine Klage des republikanisch geführten US-Bundesstaats Louisiana, der argumentiert hatte, dass die Regelungen sein nahezu vollständiges Abtreibungsverbot untergraben würden.

Daraufhin durften Anbieter die Abtreibungspille vorerst nur noch persönlich in Krankenhäusern oder Arztpraxen ausgeben. Eine Anordnung des Obersten Gerichtshofs setzte diese Einschränkungen vergangene Woche vorläufig außer Kraft. Mit der jüngsten Entscheidung bleibt es zunächst dabei.

Der Supreme Court hatte 2022 das landesweite Recht auf Schwangerschaftsabbruch in den Vereinigten Staaten gekippt. Daraufhin erließen 13 US-Bundesstaaten weitreichende Verbote, während andere den Zugang stark einschränkten. In einigen US-Bundesstaaten gibt es nach wie vor liberale Abtreibungsgesetze. Seit 2022 ist die Zahl der medikamentösen Abbrüche gestiegen, die telemedizinische Verordnung mit anschließender Zustellung wurde wichtiger.

Medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche machen inzwischen etwa zwei Drittel aller Abbrüche in den USA aus. Die Alternative ist ein operativer Schwangerschaftsabbruch. Das Medikament Mifepriston ist seit dem Jahr 2000 in den Vereinigten Staaten zugelassen. Fachleute und die Arzneimittelbehörde FDA stufen es als sicher und wirksam ein. In Österreich ist das Medikament unter dem Namen Mifegyne bekannt. Es kommt bis zur neunten Schwangerschaftswoche zum Einsatz. Grundsätzlich sind Schwangerschaftsabbrüche hierzulande bis zum dritten Monat möglich.

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