Mit den Griechisch-Klausuren endet am heutigen Freitag die Zentralmatura. Zwischen Ende Mai und Ende Juni müssen die etwa 40.000 Maturantinnen und Maturanten dann mündlich antreten. Für 2027 hat Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) bereits einige Änderungen angekündigt.
So wird etwa eine Abschlussarbeit künftig kein Pflichtteil mehr sein. Die aktuelle Übergangsregelung, wonach man alternativ eine zusätzliche schriftliche oder mündliche Prüfung wählen kann, wird laut Beschluss des Ministerrats ins Dauerrecht übernommen. Für Gymnasien bedeutet das schon wieder die nächste Änderung bei der Abschließenden Arbeit (ABA), die erst in diesem Schuljahr die verpflichtende schriftliche Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) abgelöst hat. Als Abschlussarbeit können Schülerinnen und Schüler auch ein Multimediaprodukt, eine Videoreportage, einen Podcast oder eine empirische Erhebung abgeben. In diesem Schuljahr hat die Hälfte der AHS-Maturantinnen und -maturanten eine solche Arbeit verfasst.
Mindestquote bei mündlicher Matura
Eine weitere Änderung betrifft die mündliche Matura an AHS und BHS. Künftig wird es eine Mindestquote von 30 Prozent geben. Seit der Corona-Pandemie 2020 wird die Jahres- in die Maturanote eingerechnet, damit sind die Schülerinnen und Schüler mit einem Befriedigend oder einer besseren Note im Zeugnis de facto vor einem Durchfallen geschützt. Das hatte laut der Lehrervertretung zur Folge, dass einige völlig unvorbereitet zur mündlichen Matura aufgetaucht sind. Bei der schriftlichen Matura war wegen ähnlicher Probleme bereits 2021 ein Schwellenwert eingeführt worden.
So soll Bürokratie reduziert werden
Ab 2027 sollen Schülerinnen und Schüler zudem auch mit zwei Fünfern im Zeugnis noch beim Haupttermin antreten dürfen. Bisher war das nur bei einem Nicht Genügend möglich. Die Schulen sollen außerdem mehr Flexibilität bei Prüfungsterminen und Abläufen in den nicht-standardisierten Fächern bekommen. Die Matura soll unbürokratischer und einfacher zu organisieren werden. Mit den Maßnahmen stärke man die Eigenverantwortung der Schulstandorte, sagte Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS). „Für uns ist klar: Leistung muss sich auszahlen und die Matura muss etwas wert sein“, kommentierte ÖVP-Bildungssprecher Nico Marchetti.
Für die Griechisch-Matura meldeten sich österreichweit nur 27 Schülerinnen und Schüler an. Deutsch, Englisch und Mathematik wurden bereits in der vergangenen Woche beziehungsweise am Montag abgeprüft.
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