Luftangriff im Iran

Israel meldet Tötung von Marine-Kommandeur

Ausland
26.03.2026 22:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Israels Militär hat laut Verteidigungsminister Israel Katz den Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden getötet. Admiral Aziz Reza Tangsiri sei bei einem Luftangriff getötet worden, gemeinsam mit weiteren hochrangigen Offizieren, sagte ein Militärsprecher.

Laut Katz war Tangsiri „der unmittelbar Verantwortliche für die Terroroperation der Verminung und Blockade der Straße von Hormuz für die Schifffahrt“. Seine Tötung sei eine klare Botschaft an alle führenden Mitglieder der Revolutionsgarden, die derzeit den Iran kontrollierten. „Die israelische Armee wird euch einen nach dem anderen jagen und ausschalten“, ist Katz überzeugt. Es sei zudem Ausdruck der Unterstützung für die Bemühungen der Vereinigten Staaten um eine Öffnung der Straße von Hormuz. Man setze die Operationen im Iran „mit voller Kraft fort, um die Kriegsziele zu erreichen“, ergänzte er.

Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung der Tötungen. Die Straße von Hormuz ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit. Ungefähr ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Passage transportiert. Der größte Teil davon geht in Richtung China, Indien und andere asiatische Länder. Auch etwa ein Fünftel des weltweiten Flüssiggashandels läuft durch die Meerenge.

Die iranischen Revolutionsgarden kontrollieren die Straße von Hormuz.
Die iranischen Revolutionsgarden kontrollieren die Straße von Hormuz.(Bild: AP/Jon Gambrell)

Das hat es mit dem Konflikt auf sich
Die iranischen Behörden haben seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Straße von Hormuz per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Das iranische Militär greift in der Region auch immer wieder Schiffe an. US-Präsident Donald Trump hat dem Land ein Ultimatum zur Freigabe der Meerenge gesetzt und dieses bereits mehrfach verlängert – zuletzt bis zum 6. April um 20 Uhr (7. April, 2 Uhr MEZ).

Spanien bekommt wohl Erlaubnis für Durchfahrt
Hunderte Tanker, Containerschiffe und Frachter hängen aktuell in der Region fest. Laut der iranischen UNO-Vertretung dürfen jene den Seeweg nutzen, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen würden. Sie müssten zudem alle iranischen Sicherheitsvorschriften einhalten und sich mit den zuständigen Behörden abstimmen. Schiffe aus Malaysia dürfen wieder durch Hormuz, auch für Spanien zeigten sich das iranische Außenministerium am Donnerstag offen. So respektiere das Land das Völkerrecht. Die spanische Regierung gehört zu den ersten Ländern, die die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als rücksichtslos und illegal verurteilt haben.

Laut iranischen Angaben kamen in dem Krieg bisher mehr als 1900 Menschen im Land ums Leben. Mehr als 24.800 Menschen seien verletzt worden, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Ali Jafarian.

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