Straße von Hormuz

Iran verlangt von Schiffen Maut für Durchfahrt

Außenpolitik
26.03.2026 19:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Irans Behörden haben laut US-Präsident Donald Trump zehn Öltanker die Straße von Hormuz passieren lassen. Darunter seien Schiffe pakistanischer Flagge gewesen, sagte der Politiker am Donnerstag. Zugleich warf er dem Iran vor, eine Maut für die Durchfahrt zu verlangen.

Die iranischen Revolutionsgarden sollen eine Art „Mautstellen-System“ zur Kontrolle der internationalen Schifffahrt eingeführt haben. Dabei müssten Schiffe vollständige Unterlagen vorlegen, Freigabecodes einholen und eine von den Revolutionsgarden begleitete Durchfahrt durch einen einzigen kontrollierten Korridor akzeptieren, hieß es. Das berichtete unter anderem das Schifffahrts-Magazin „Lloyd‘s List“. Dieses beruft sich dabei auf Daten zur Schifffahrt und mehrere Quellen, die mit dem neuen System vertraut sind.

Seit dem 13. März hätten insgesamt 26 Schiffe die Meerenge auf dieser Route um die Insel Larak vor der Südküste des Iran durchquert. Nach dem 15. März konnten keine Durchfahrten mehr über die übliche Route erfasst werden. In 21 Fällen konnte aufgrund fehlender Daten aber keine Umleitung bestätigt werden.

Öl hat Priorität
Um die Straße von Hormuz passieren zu dürfen, müssen sich Schiffe laut den Berichten an offizielle Vermittler wenden, die eine direkte Verbindung zu den Revolutionsgarden haben. Sie würden dann angewiesen, Unterlagen, etwa zu Eigentumsverhältnissen und zur Kennungsnummer, einzureichen. Öl wird demnach derzeit priorisiert. Die iranischen Garden würden schließlich die Überprüfung vornehmen. Nach positiver Prüfung bekommt das Schiff den Angaben zufolge einen Code, der später per Funk überprüft werde, worauf ein Lotsenboot entsandt werde.

Bisher sollen mindestens zwei Schiffe eine direkte Gebühr bezahlt haben, und zwar in chinesischem Yuan. Nicht alle Schiffe waren davon betroffen. Malaysias Regierung hat laut eigenen Angaben eine Erlaubnis zur Passage der Straße von Hormuz für eigene Schiffe erhalten. Die iranische UNO-Vertretung teilte mit, dass eine solche an Länder vergeben werde, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen würden. Die zentrale Wasserstraße ist de facto weiterhin für die meisten Schiffe blockiert. Das hat auch mit Drohnenangriffen und dem Entzug von Kriegsrisikoversicherungen zu tun. Viele westliche Reedereien meiden die Durchfahrt derzeit.

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