Was gehört alles in einen traditionellen Strauß? Die Landjugend weiß über regionale Unterschiede in Salzburg Bescheid. Im Flachgau gilt eine goldene Regel: Sieben Zutaten kommen in die Palmbuschen. Vor dem Palmsonntag laufen gerade überall intensive Vorbereitungen.
Die Flachgauer Landjugend kennt das goldene Rezept für Palmbuschen, das schon seit Generationen überliefert wird. „Es gehören sieben Zutaten rein“, erklärt Alexander Huber von der Bezirksleitung. Neben den typischen Weidenzweigen kommen Buchsbaum, Eibe, Stechpalme, Thuje, Wacholder und Zeder ins österliche Arrangement. Geschmückt werden die Palmbuschen dann noch mit gefärbten Hobelscharten und Brezeln.
Landjugend lädt zum Selberbinden ein
Jede Farbe steht für eine Botschaft: Grün etwa für Hoffnung, Gelb für Licht, Rot für das Blut Christi.
Die Palmbuschen-Profis von der Landjugend laden auch heuer wieder am Freitag und Samstag vor dem Palmsonntag beim Heimatwerk in der Stadt zum Selberbinden ein. „Der Andrang lässt nicht nach“, freut sich Huber schon. Der Wintereinbruch soll das Interesse auch nicht bremsen. Heimatwerk-Chefin Gundi Schirlbauer: „Es gibt diesmal Punsch bei uns!“ Sie freut sich, Teil einer langen Tradition zu sein. Schon seit 30 Jahren werden hier Palmkatzerl und Co. auf die Weihe vorbereitet.
Im Lungau geht es um die Höhe
Im südlichsten Salzburger Bezirk laufen jetzt schon die Wetten, wer am Sonntag mit dem längsten Palmbesen aufmarschieren wird. Bis zu 15 Meter hoch sind die Haselstöcke. Erstmals holt die Landjugend in St. Michael Kindergarten-Kinder am Samstag im Gemeindeamt zum Binden zusammen. „Das Zubehör liegt bereit“, verrät Landjugendleiterin Chiara Netzker. Was in einen typischen Buschen kommt? „Beim uns im Lungau keine Extra-Kräuter, sondern nur Palmkatzerl und buntes Krepp-Papier.“
Auf die Palmweihe ist man auch in Bruck vorbereitet. Ein echter Esel wird wieder mitgeführt. „Der Palmsonntag ist das Tor in die Karwoche“, meint Pfarrer Winfried Weihrauch. Und auch in Puch hält sich eine Besonderheit: Die mehr als 400 Jahre alte Eselfigur wird wieder mitgetragen. Wenn es das Wetter zulässt, findet die Segnung auf der Maurerwiese statt.
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