Der Wahl-Salzburger Felix Gall sorgt derzeit beim Giro d’Italia für Furore. Mit Decathlon-Teamkollege Gregor Mühlberger hat er einen kongenialen Partner an seiner Seite. Gemeinsam wollen sie in den kommenden zwei Wochen der Konkurrenz das Hinterrad zeigen.
Zweimal Etappenzweiter hinter Superstar Jonas Vingegaard, in der Gesamtwertung auf Rang drei. Der Giro d’Italia lief für Felix Gall bislang fast wie am berühmten Schnürchen.
Der 28-Jährige ist überaus zufrieden mit seinen bisherigen Leistungen, trat aber am gestrigen Ruhetag auf die Euphoriebremse. „Man darf nicht vergessen, dass wir noch am Anfang stehen. Es ist eine Momentaufnahme und über den Erwartungen.“ Gall begeistert die Radwelt, internationale Experten von Jens Voigt bis Robbie McEwen sind voll des Lobes für den österreichischen Pedalritter. Der gestern Besuch von seiner Freundin Maya bekam. „Bei ihr kann ich am besten Energie auftanken“, erklärte Österreichs Sportler des Jahres 2023, „wobei die Stimmung im Team generell cool ist. Der Spaß kommt nie zu kurz.“
Mühlberger: „Zwischen uns herrscht ein blindes Verständnis“
Das liegt auch und vor allem an Gregor Mühlberger. Der 32-Jährige, der wie Gall in Salzburg lebt, pflegt ein enges Verhältnis zu seinem Landsmann. „Zwischen uns herrscht ein blindes Verständnis! Er kann sich zu hundert Prozent auf mich verlassen. Wir verstehen uns auch privat super gut, ich würde ihn als echt guten Freund bezeichnen. Ich bin daher bis über beide Ohren hoch motiviert.“
Auch Mühlberger wusste auf den bisherigen Bergetappen zu glänzen und war der mit Abstand wichtigste Helfer von Gall. Selbstbewusst sagt „Mübsi“ daher: „Wir sind beide in der Form unseres Lebens.“ Die Rückmeldungen aus dem eigenen Rennstall und dem Peloton sind ausschließlich positiv. „Es tut schon richtig gut, dass die Kollegen, aber auch viele Konkurrenten zu mir kommen und sagen: ,Geiler Job, echt stark, brutal gut!’ Das freut mich sehr.“ Die Vorfreude auf die bevorstehenden Aufgaben ist daher groß. „Ich freue mich riesig drauf, mich für Felix zu quälen. Wir schrecken vor nichts zurück“, betont der Super-Domestique.
Heute kann er Gall allerdings nicht helfen, wartet das Einzelzeitfahren nach Massa. Der Kampf gegen die Uhr ist die Achillesferse des Bergspezialisten, der hofft: „Lässig wäre es, wenn ich im Klassement keinen Platz verlieren würde.“ Mühlberg glaubt fest an ihn: „Felix wird auch im Zeitfahren positiv überraschen!“
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