Designer, Traditionshandwerker und mutige Visionäre haben ihre Modelle für ein „Oberösterreich Dirndl“ genäht. Aus 46 Einreichungen wurden die sieben aufregendsten und kühnsten Entwürfe ausgewählt – jeder davon ein Statement zwischen Heimatliebe und Zukunftsblick. Die Modelle werden nun im Schlossmuseum Linz präsentiert. Hier kann jeder sein Voting abgeben.
Dirndl und Tracht boomen, auch bei der jüngeren Generation. In Oberösterreich pocht man eigentlich auf regionale Vielfalt. Diese darf auch bleiben, dennoch sucht die OÖ Landes-Kultur GmbH in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer OÖ (WKOÖ) nun nach dem „Oberösterreich Dirndl“.
„Wir haben alle Institutionen in Oberösterreich, die sich mit Mode beschäftigen, eingeladen, Entwürfe beizusteuern“, sagt Thekla Weissengruber, Volkskundlerin und Trachtenexpertin im Linzer Schlossmuseum. Modeschulen, die Kunstuni, aber auch Firmen und Betriebe im Bereich Trachten- oder Modedesign haben insgesamt 46 Entwürfe eingereicht. Die Basis der Auseinandersetzung war die historische Vielfalt an Damenbekleidungsstücken ab dem 18. Jahrhundert aus der Sammlung des Oberösterreichischen Landesmuseums.
Auch ein „Dirndl mit Hose“
Eine Jury hat nun sieben Modelle ausgewählt. „Diese Entwürfe sind im Finale und werden im Schlossmuseum ausgestellt“, sagt Weissengruber. Interessant: Neben gewohnt dirndlhaften Designs ist ein Entwurf dabei, der die Oberösterreicherin lieber in Hosen sehen möchte.
Und Konstanze Marko, die schon den „Oberösterreich Anzug“ entworfen hat, ist jetzt mit einem Dirndlmodell vertreten, das natürlich zum Anzugdesign passt.
Voting läuft bis Herbst
Jeder Besucher der Ausstellung im Schlossmuseum darf ab sofort seinen Favoriten aussuchen und ein Voting abgeben, die Frist läuft bis 26. Oktober. Dann wird das endgültige „Oberösterreich Dirndl“ feststehen.
Wie geht es weiter? „Wir haben das Lizenzverfahren bereits geregelt: Jede Maßschneiderei wird auf den Dirndlschnitt zugreifen können“, verrät Weissengruber. Das ist auch beim Anzug so. Aber wie nachgefragt ist der „Oberösterreicher“? „Schon sehr gut. Mehrere Firmen produzieren ihn auf Bestellung, darunter auch das Heimatwerk. Wir haben keine Zahlen, aber gute Rückmeldungen.“
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