Eine Drei-Parteien-Allianz hat in Freistadt ein Neuplanungsgebiet bei der Stadteinfahrt verordnet. Dort befindet sich unter anderem auch ein Gebetshaus des Vereins Alif, der das in die Jahre gekommene Gebäude neu errichten möchte. Mit der neuen Verordung kann der Bau nicht höher als zwei Stockwerke ausfallen.
Die Allianz von ÖVP, FPÖ und der Bürgerliste WIFF hat in Freistadt der Errichtung einer Groß-Moschee einen Riegel vorgeschoben. Wie berichtet, ließen die Pläne des Vereins Alif für eine Erneuerung des bestehenden Gebetshauses Sorgen vor einem „islamischen Prunkbau“ am Einfahrtstor der Stadt aufkommen.
Nun haben die drei Parteien ein Neuplanungsgebiet rund um die Moschee verordnet. Gebäude dürfen nicht mehr als zwei Stockwerke in die Höhe ragen. Als weitere Argumente für das Neuplanungsgebiet führt das Trio Verkehrs- und Parkplatzfragen an. „Der Bau einer vierstöckigen Groß-Moschee ist abzulehnen, weil das weniger Integration bedeutet und dem gefährlichen politischen Islam Chancen gibt, sich hier auszubreiten. Freistadt braucht kein Machtsymbol des Islam, sondern gelebte Integration und ein modernisiertes Gebetshaus für gläubige ortsansässige Muslime“, bekräftigt Infrastrukturstadtrat Rainer Widmann (WIFF) seine Ablehnung.
Deutlich weniger islamkritisch gibt sich VP-Stadtvize Johanna Jachs: „Es freut mich, dass wir fraktionsübergreifend Verantwortung übernehmen und gemeinsam klare Rahmenbedingungen für diesen sensiblen Bereich schaffen konnten. Freistadt verdient eine Entwicklung, die dem Charakter unserer Stadt gerecht wird. Wer bauen will, soll wissen, was die Stadt erwartet.“ Auch FP-Stadtrat Harald Schuh hebt die überparteiliche Geschlossenheit hervor: „Ich glaube, die Bürger wollen sehen, dass die Parteien zum Wohle der Stadt zusammenarbeiten und sich nicht im Hickhack verlieren. Das ist uns gelungen. In diesem sehr sensiblen Bereich darf nur noch zweistöckig gebaut werden.“
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