Großer Wirbel am Dienstagvormittag in der Welser Innenstadt: Ausgerechnet während eine Übung im ehemaligen Hotel Greif über die Bühne ging, lief im Rathaus am Stadtplatz ein echter Alarmeinsatz. Es gab eine Bedrohungslage in der Kinder- und Jugendhilfe.
„Da muss was los sein. Am Stadtplatz und beim Rathaus laufen überall schwer bewaffnete Polizisten in kugelsicheren Westen herum!“ – ein aufgeregter Anrufer schlug um 10.33 Uhr in der „Krone“-Redaktion Alarm. Eine erste Anfrage bei der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit sorgte für Entwarnung. Von dort hieß es, es sei nur die jährliche Übung im Gange.
Nur ein Teil der Wahrheit
Bei weiteren Recherchen stellte sich allerdings heraus, dass diese Auskunft nur ein Teil der Wahrheit war. Tatsächlich lief nämlich im ehemaligen Hotel Greif am Welser Kaiser-Josef-Platz, dem sogenannten KaJe, gerade eine Räumungsübung, koordiniert mit einer Stabsübung. In dem früheren Hotel ist ein Teil des Magistrats untergebracht.
Bedrohung musste ernst genommen werden
Doch zeitgleich ging es im Welser Rathaus deutlich ernster zur Sache: Dort war ein echter Alarm ausgelöst worden. Laut Polizei war Folgendes passiert: Eine Frau hatte in der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe im Magistrat bei einem Beratungsgespräch gesagt, dass sie nach einem Streit von ihrem Mann gefährlich bedroht werde.
Ob es ein Missverständnis war oder ob es möglicherweise Sprachprobleme gab, ist noch unklar, es wurde aber von einer Bedrohungslage ausgegangen. Jedenfalls musste man annehmen, dass sich der Mann im Rathaus befindet, deshalb rückte die Exekutive in voller Montur an. Die Frau wurde dann zur Einvernahme auf die Polizeiinspektion mitgenommen.
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