Während Übung lief

Großer Alarmeinsatz der Polizei im Welser Rathaus

Oberösterreich
19.05.2026 11:25

Großer Wirbel am Dienstagvormittag in der Welser Innenstadt: Ausgerechnet während eine Übung im ehemaligen Hotel Greif über die Bühne ging, lief im Rathaus am Stadtplatz ein echter Alarmeinsatz. Es gab eine Bedrohungslage in der Kinder- und Jugendhilfe. 

„Da muss was los sein. Am Stadtplatz und beim Rathaus laufen überall schwer bewaffnete Polizisten in kugelsicheren Westen herum!“ – ein aufgeregter Anrufer schlug um 10.33 Uhr in der „Krone“-Redaktion Alarm. Eine erste Anfrage bei der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit sorgte für Entwarnung. Von dort hieß es, es sei nur die jährliche Übung im Gange.

Nur ein Teil der Wahrheit
Bei weiteren Recherchen stellte sich allerdings heraus, dass diese Auskunft nur ein Teil der Wahrheit war. Tatsächlich lief nämlich im ehemaligen Hotel Greif am Welser Kaiser-Josef-Platz, dem sogenannten KaJe, gerade eine Räumungsübung, koordiniert mit einer Stabsübung. In dem früheren Hotel ist ein Teil des Magistrats untergebracht.

Bedrohung musste ernst genommen werden
Doch zeitgleich ging es im Welser Rathaus deutlich ernster zur Sache: Dort war ein echter Alarm ausgelöst worden. Laut Polizei war Folgendes passiert: Eine Frau hatte in der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe im Magistrat bei einem Beratungsgespräch gesagt, dass sie nach einem Streit von ihrem Mann gefährlich bedroht werde.

Die Stellungnahme der Stadt Wels
Am Dienstag, 19. Mai kam es im Welser Rathaus zu einem Polizeieinsatz. Hintergrund war eine mögliche Bedrohungslage bei der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Wels. Konkret äußerte eine Kindesmutter bei einem Beratungsgespräch über eine Eheauflösung Gewaltvorwürfe gegen ihren Partner. Da die Mutter Angst hatte, von der Person verfolgt zu werden, wurden weitere Sicherheitsmaßnahmen gesetzt.

„Mein Mann hat eine Gaspistole!“
Die bedrohte Mutter gab auch an, dass sie glaube, dass der Mann eine Gaspistole besitzen würde. Daraufhin wurde umgehend die Polizei alarmiert. Die Einsatzkräfte rückten mit mehreren Fahrzeugen und Schutzausrüstung an und durchsuchten die Räumlichkeiten. 

Keine verdächtige Person entdeckt
Dabei konnte keine verdächtige Person vorgefunden werden. Auch der Verdacht über den Besitz einer Gaspistole konnte bis dato nicht verifiziert werden. Die weiteren Ermittlungen werden vom Stadtpolizeikommando Wels geführt, die Familie wird in dieser Krisensituation weiter von der Kinder- und Jugendhilfe der Stadt Wels unterstützt.

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