Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer feiert sein Bundesland als „meisterliche“ Nummer eins in mehreren Bereichen – und übt gleichzeitig scharfe Kritik am Bund wegen der Finanzierung von Universitäten und Forschung.
Nicht nur im Fußball ist Oberösterreich „meisterlich“ unterwegs, betont der langjährige Landeshauptmann Thomas Stelzer bei einem Medientreffen am Reisenberg in Wien. „Wir kommen als österreichischer Meister nach Wien – im Fußball als Heimat des LASK, aber auch in vielen anderen Bereichen liegt Oberösterreich vorne“, so Stelzer, der sich 2027 der Wiederwahl stellen muss.
In Oberösterreich verfüge man etwa über die stabilsten Finanzen aller Bundesländer, die niedrigste Arbeitslosenrate, die höchste industrielle Wirtschaftsleistung, die meisten Patente und die stärkste Exportleistung. „Bei uns gilt: Erst erwirtschaften, dann verteilen“, betont der ÖVP-Landeschef.
Auch als Zukunftsstandort sieht Stelzer sein Bundesland gut aufgestellt. Oberösterreich stehe sowohl für „Hochofen als auch Hightech“. Als Beispiele nennt er Investitionen von Unternehmen wie Google, dm, TGW oder FACC. Zudem entwickle sich Linz zunehmend zu einem Zentrum für Künstliche Intelligenz. Mit Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen verfüge das Bundesland über starke Voraussetzungen, um im KI-Bereich künftig europaweit vorne mitzuspielen.
„Med-Fakultät wird unfair behandelt“
Neben Lobeshymnen schlägt der ÖVP-Landeschef aber auch ernste Töne an und kritisiert den Bund in puncto Budget für Universitäten. Österreich lebe von gut ausgebildeten Menschen, weshalb es auch eine verlässliche Finanzierung brauche: „Wir schauen sicher nicht zu, wenn Oberösterreich gegenüber anderen Uni-Standorten benachteiligt wird.“ Das gelte vor allem für die Med-Fakultät, die in Sachen Budget unfair behandelt werde.
Forschung, Universitäten und Fachhochschulen seien entscheidend für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze. „Wer morgen noch wettbewerbsfähig sein will, muss heute in Forschung, Ausbildung und kluge Köpfe investieren“, ist sich der Landeshauptmann sicher.
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