Trauer im Stift

Pater Rupert starb nach Fahrradsturz im Spital

Oberösterreich
19.05.2026 13:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Es war seine große Leidenschaft, die Pater Rupert aus dem Stift Kremsmünster zum Verhängnis wurde. Bei einem Fahrradsturz am Samstagnachmittag zog sich der 75-Jährige derart schwere Verletzungen zu, dass er an den Folgen am Montagmorgen im Welser Spital verstarb. Das Leben von Pater Rupert stand immer im Zeichen von Stift, Schule und Seelsorge in der Region.

Pater Rupert – mit bürgerlichem Namen Christian Froschauer – wurde am 11. September 1950 in Wels geboren. Nach erfolgreich bestandener Matura trat er am 17. August 1969 in das Benediktinerstift in Kremsmünster ein. Neben seiner seelsorglichen Tätigkeit widmete sich der Ordensmann mit großer Leidenschaft der Wissenschaft.

Originale biblische Texte übersetzt
„Intensiv beschäftigte er sich mit dem 16. und 17. Jahrhundert, der Zeit von Reformation, Gegenreformation und Bauernkrieg, forschte über die Geschichte unserer Pfarren und hielt dort auch immer wieder Vorträge“, heißt es auf der Parte. Mit großer Freude übersetzte er, besonders in den letzten Jahren, biblische Texte aus den Originalsprachen. So begann er bereits in den frühen Morgenstunden hebräische und griechische Texte zu präparieren und dem Wort Gottes Zeit und Raum zu geben.

Fast täglich mit Rad unterwegs
Körperlich hielt sich der 75-Jährige mit viel Bewegung fit. „Schwimmen und Radfahren waren seine Leidenschaft, ob schwimmend im Freibad oder im Attersee, oder auf dem Rad auf seiner fast täglichen Runde in Kremsmünster. Keine Witterung konnte ihn aufhalten, seinen sportlichen Aktivitäten nachzugehen“, heißt es aus dem Kloster. Auch am Samstagnachmittag war er auf regennasser Fahrbahn mit seinem Fahrrad in Kremsmünster unterwegs.

Begräbnis in der Stiftskirche
Dabei kam der Mann – aus noch unbekannten Gründen – zu Sturz. Eine Frau fand den schwer verletzten Pater, der keinen Fahrradhelm getragen haben soll, am Boden liegend vor. Der Verletzte wurde mit der Rettung ins Spital gebracht, wo er allerdings am Montagmorgen verstarb. „Möge Gott ihm seinen Dienst an der Gemeinschaft und an vielen Menschen in der ewigen Freude vergelten und ihn aufnehmen in die Gemeinschaft der Heiligen“, beten seine Mitbrüder für ihn.

Der Begräbnisgottesdienst findet am Dienstag, dem 26. Mai, um 14 Uhr in der Stiftskirche statt, anschließend ist die Beisetzung im Klosterfriedhof des Stiftes Kremsmünster.

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