Künstler prangern an:

„Unsere Gesellschaft hat ein Männlichkeitsproblem“

Adabei Österreich
25.03.2026 05:00

Nach den aktuellen Fällen um Seiler, Ulmen & Co. sind österreichische Künstler laut für jene, die es nicht sein können. Sie sprechen von einem Problem in unserer Gesellschaft, von Doppelmoral und einer notwendigen Sensibilisierung.

Groß und breit ist die Debatte nach der „Krone“-Geschichte um Christopher Seiler. Nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der heimischen Künstlerbranche. So war es Sängerin Ina Regen, die als eine der Ersten dabei wortgewaltig von einer „Doppelmoral“ sprach und dabei auch ihre Genre-Kolleginnen, die Poxrucker Sisters, zitierte, als sie über Seiler und dessen Instagram-Video schrieb: „Für ihn ist es ein Kampf mit Dämonen, für Frauen sexistische Realität. . .“

„Sexistische Scheiße“
Sie erhält Rückendeckung in der Debatte von Julian Le Play. Er sagt: „Wir alle sind mit sehr viel sexistischer Scheiße groß geworden“. Und weiter: „Nicht alle Männer sind Täter. Aber alle Männer sind Teil des Nährbodens, aus dem Täter wachsen – aktiv oder passiv, wissentlich oder unwissentlich“, wobei er da auch Fälle wie jenen von Collien Fernandes anspricht.

Ina Regen spricht von einer „Doppelmoral“.
Ina Regen spricht von einer „Doppelmoral“.(Bild: Markus Wenzel)
Julian Le Play: „Nicht alle Männer sind Täter. Aber alle Männer sind Teil des Nährbodens, aus ...
Julian Le Play: „Nicht alle Männer sind Täter. Aber alle Männer sind Teil des Nährbodens, aus dem Täter wachsen – aktiv oder passiv, wissentlich oder unwissentlich.“(Bild: Florian Moshammer)

Auch Schauspielerin und Aktivistin Valerie Huber wird im „Krone“-Gespräch deutlich: „Wir haben noch immer ein Problem mit männlichen Machtstrukturen. Es kommt gerade so vieles ans Licht – zuerst die Epstein-Files, nun Ulmen in Deutschland, der Fall Pelicot in Frankreich und jetzt die Fälle in Österreich. Es ist entsetzlich, und es reicht. Es kann und darf so nicht mehr weitergehen. Männer müssen Verantwortung übernehmen und Täter die Konsequenzen tragen.“

Die Mimin stellt für sich fest: „Unsere Gesellschaft hat ein Männlichkeitsproblem – und das muss sich dringend ändern! Durch Erziehung, Bildung, Sensibilisierung und bessere Maßnahmen, um Frauen zu schützen.“

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