Ein Kärntner kreierte eine eigene Torte für Österreich. Und die ist mittlerweile schon weit über Kärntens Landesgrenzen hinaus bekannt. Die „Krone“ besuchte den Erfinder, Konditor Christoph Hinteregger, der sich beim Backen über die Schultern schauen ließ.
Rot-weiß-rot: Unser Land hat jetzt quasi eine eigene Torte. Zu verdanken ist das dem Seebodener Konditor Christoph Hinteregger, dem, wie berichtet, im Vorjahr die Idee gekommen ist, eine Österreichtorte zu erfinden.
„2025 gab es mehrere Jubiläen wie 80 Jahre Kriegsende, 70 Jahre Staatsvertrag – diese Anlässe habe ich genutzt, um die Torte zu kreieren“, erzählt Hinteregger, der sein süßes Dessert auch auf Wort, Bild, Marke beim Patentamt schützen hat lassen. „Ich habe viel recherchiert und bin nicht fündig geworden, so habe ich mir überlegt, eine solche Torte, die die Farben der Österreich-Flagge beinhaltet, ins Leben zu rufen.“
„Österreichtorte“ aus Kärnten beliebt
Mittlerweile schaffte es die Torte bis zu Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen. „Landeshauptmann Peter Kaiser war begeistert von dem Werk und brachte sie als Geschenk ins höchste Amt nach Wien mit“, freut sich Hinteregger.
Heiß begehrt sind seine Torten bei jenen, die die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten und das feiern wollen. „Immer wieder rufen Leute aus ganz Österreich an und wollen zu verschiedenen Anlässen die Torte bestellen. Damit wird Patriotismus gelebt“, meint Hinteregger und beobachtet in seinem Café Sitzwohl immer wieder, dass Leute wegen der Torte kommen.
„Krone“ durfte beim Backen über Schultern schauen
Nun stattete die „Krone“ den Konditorei-Inhabern Karin und Christoph einen Besuch ab und blickte ihnen beim Backen der geschützten Süßspeise nicht nur über die Schulter, sondern durfte auch fleißig mitmachen: Seine genauen Mengenangaben will der Seebodener logischerweise nicht verraten, aber aus welchen Zutaten die Torte besteht, kann uns der Oberkärntner nicht vorenthalten. „Wichtig ist mir, dass alle Zutaten aus Österreich kommen.“
Nach der Zubereitung des Biskuitteigs, der für die knallige Farbe Rote-Rüben-Saft enthält, wird die weiße Fülle hergestellt. „Die besteht aus Sahne, Qimiq, Topfen, Gelatine, Zucker – geschmacklich verfeinert wird die Creme noch mit etwas Zitrone- und Lavendelsaft“, erklärt Hinteregger.
Dann wird der fertig gebackene, rot eingefärbte Biskuitteig in zwei Hälften geteilt. Den Boden wird mit Preiselbeermarmelade bestrichen, darauf wird die weiße Creme gleichmäßig verteilt, die mit dem Biskuit-Deckel dann zugedeckt wird. Nach diesem Vorgang wird die Torte kühl gestellt.
Nach der Ruhezeit wird verziert: Den Deckel bestreichen wir mit Ribiselmarmelade und belegen ihn auf zwei Reihen von außen nach innen mit Himbeeren, dann wird der Vorgang mit einer Schlagmasse mit Lavendel-Kirsch-Schnaps verfeinert wiederholt. Der Rest wird mit einem Himbeerspiegel gefüllt. Und damit sind schon von außen die Farben der Österreichfahne erkennbar.
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