Lässt den Atem stocken

Fernandes legt mit Schock-Anschuldigungen nach

Stars & Society
19.03.2026 16:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Es sind Worte, die selbst in einem ohnehin erschütternden Fall noch einmal alles verschärfen: Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann nicht nur digitale Manipulation vor – sondern gezielte, jahrelange Erniedrigung aus sexuellen Motiven.

Wie der „Spiegel“ am Donnerstag berichtete, steht der Schauspieler Christian Ulmen im Zentrum schwerer Anschuldigungen: Fernandes zufolge soll er über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen betrieben, Männer kontaktiert und sie mithilfe täuschend echter Inhalte in sexuelle Gespräche und sogar Telefonsex verwickelt haben. Ulmen äußerte sich zu den Vorwürfen gegenüber dem Magazin nicht. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Systematisches Vorgehen über Jahre
Ein nun veröffentlichtes Statement von Fernandes auf Instagram verschärft die Vorwürfe deutlich – und rückt das mutmaßliche Motiv in den Mittelpunkt. Demnach seien über einen Zeitraum von rund zehn Jahren Hunderte Männer kontaktiert worden.

Nach zunächst harmlosen Gesprächen sei der Kontakt zunehmend sexualisiert worden. Über die gefälschten Accounts seien „Nacktfotos und Sexvideos“ verschickt worden, die den Eindruck erwecken sollten, sie selbst habe diese privat aufgenommen.

Fake-Identität bis zum Telefonsex
Fernandes beschreibt dabei ein systematisches Vorgehen: Neben Fake-Profilen seien auch E-Mail-Adressen in ihrem Namen erstellt worden. Später habe die unbekannte Person – laut Fernandes inzwischen identifiziert als ihr Ex-Mann – sogar mit einer KI-generierten Stimme Telefonate geführt, die in Telefonsex mündeten. Treffen seien in Aussicht gestellt, aber kurzfristig abgesagt worden.

Schockierende Gewaltfantasien
Besonders schwer wiegt ein weiterer Vorwurf: Laut Fernandes sei in diesem Kontext auch eine explizite, sexualisierte Gewaltfantasie verbreitet worden – eine „erotische Geschichte“, in der sie selbst als Opfer einer Gruppenvergewaltigung dargestellt werde. Darin werde detailliert beschrieben, wie sie Angst habe, Schmerzen erleide und sich wehre.

Viele glaubten an die echte Person
Fernandes schreibt, viele der kontaktierten Männer hätten geglaubt, tatsächlich mit ihr zu kommunizieren. Auch Personen aus ihrem beruflichen Umfeld seien betroffen gewesen. Erst Jahre später habe sie durch Hinweise Dritter von den Vorgängen erfahren.

Motiv: „Besitzdenken“ und Erniedrigung
Den mutmaßlichen Hintergrund schildert sie drastisch: Ulmen habe ihr gegenüber angegeben, aus „Besitzdenken“ gehandelt zu haben. Weil sie seine Ehefrau gewesen sei, habe er geglaubt, sie anderen Männern „zur Verfügung stellen“ zu können. Die Erniedrigung habe ihn sexuell erregt.

Ermittlungen laufen – Ausgang offen
Diese Aussagen gehen deutlich über die bisher bekannten Vorwürfe hinaus. Bereits zuvor hatte Fernandes laut „Spiegel“ von Identitätsdiebstahl, digitaler Gewalt und auch körperlichen Übergriffen in der Beziehung berichtet. In Spanien laufen Vorermittlungen zu mehreren möglichen Straftatbeständen.

Frühe Andeutungen im TV
Bereits vor dem öffentlichen Ausmaß der Vorwürfe deutete Fernandes im „Kölner Treff“ des WDR an, wie massiv die Vorgänge gewesen sein sollen – konnte jedoch kaum darüber sprechen. „Ich war lange nicht auf Social-Media-Portalen, also hatte die Person da sozusagen freie Fahrt […] es wurde immer flirtiver, man hat miteinander telefoniert, das ging in Telefonsex über, dann wurden Nacktfotos verschickt […] und das alles in meinem Namen“, schilderte sie. 

Besonders belastend sei gewesen, dass es sich um Menschen aus ihrem beruflichen und privaten Umfeld gehandelt habe. Auf die Frage, ob sie wisse, wer dahintersteckt, nickte sie lediglich – und rang sichtbar um Fassung: „Schwieriges Thema grad, also es ist schon alles ganz schön krass.“

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