Jünger als vermutet

Fluchtfahrzeug gestohlen: Jagd auf den „Radräuber“

Kärnten
17.03.2026 20:00

Die Ermittlungen nach dem Banküberfall in Ferlach (Kärnten) laufen auf Hochtouren – weswegen sich Kriminalisten auch sehr bedeckt halten. Große Hoffnung setzt man auf das Fluchtfahrzeug. 

Selten, aber doch – mit einem Banküberfall haben es die Kärntner Ermittler in den vergangenen Jahren nicht allzu oft zu tun. Der letzte datiert vom 8. November 2024 in Villach. Wo ein Täter samt Bombenattrappe erfolglos wieder von dannen gezogen war. Seitdem hatte kein Krimineller mehr in einem Geldinstitut sein Glück versucht – bis vor zwei Tagen. Und das zu einem schlauen – oder dummen – Zeitpunkt.

Diesbezüglich scheiden sich noch die Geister. Denn der Räuber überfiel die Bank in Ferlach (wie ausführlich berichtet) um neun Uhr vormittags – mitten im Trubel des Josefimarktes. Den er möglicherweise gezielt ausnutzen wollte und in Kauf nahm, dass es viele Augenzeugen geben könnte. Was ihm möglicherweise auch deswegen egal war, weil er ohnehin maskiert war?

Täter dürfte Perücke getragen haben
„Das können wir so bislang noch nicht bestätigen. Aber es sieht zumindest danach aus, dass er eine Perücke getragen hat“, gibt sich Ermittlungschef Hannes Lassnig vom Landeskriminalamt betont vorsichtig. Ebenso unklar ist naturgemäß noch, ob es sich um einen echten Revolver gehandelt hat, mit dem der Verbrecher die Angestellten bedrohte. Oder ob die Waffe auch „nur“ ein Requisit war.

So schaut das Fluchtfahrzeug aus.
So schaut das Fluchtfahrzeug aus.(Bild: Landespolizeidirektion)
Der Täter auf seinem wahrscheinlich gestohlenen Fluchtfahrzeug: ein weiß-schwarzes Mountainbike ...
Der Täter auf seinem wahrscheinlich gestohlenen Fluchtfahrzeug: ein weiß-schwarzes Mountainbike der Marke Nakita.(Bild: LPD Kärnten)
Ob die Waffe echt war, ist noch unklar.
Ob die Waffe echt war, ist noch unklar.(Bild: LPD Kärnten)
Der im Kärntner Dialekt sprechende Täter beim Betreten der Bank
Der im Kärntner Dialekt sprechende Täter beim Betreten der Bank(Bild: LPD Kärnten)

Mountainbike als Schlüssel zum Fahndungserfolg?
Fest steht aber: Der Bankräuber, der mit Kärntner Dialekt gesprochen haben soll, nutzte einen Drahtesel, ein auffälliges, schwarz-weißes Mountainbike der Marke „Nakita“, als Fluchtfahrzeug. Das aber höchst wahrscheinlich nicht sein eigenes gewesen sein dürfte, es der Täter wohl zuvor gestohlen hatte. Dennoch setzen die Ermittler große Hoffnungen in das Zweirad.

„Bis dato fehlt von dem Fahrrad jede Spur. Jeder, der dieses Mountainbike kennt, dieses irgendwo sieht, findet oder dem es vielleicht gestohlen worden ist, soll sich bitte bei der Polizei melden.“ Wichtig sei zudem eine Korrektur der ersten offiziellen Täterbeschreibung. Der Räuber dürfte nicht, wie anfangs berichtet, zwischen 50 und 60, sondern zwischen 30 und 50 Jahre alt sein.“

Hinweise betreffend des Fahrrades oder zum Tatverdächtigen können jederzeit vertraulich an das Landeskriminalamt Kärnten unter 059133/203333 bzw. via Notruf oder an jede Polizeidienststelle.

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