Wer über Jahre die Situation an Wiener Schulen beobachtet, war nicht überrascht. Es ist nun statistisch bestätigt, was Verantwortliche bis vor Kurzem nur ungern zugeben wollten. An öffentlichen Wiener Volks-, Mittel-, Polytechnischen- und Sonderschulen stellen muslimische Kinder und Jugendliche die Mehrheit. Während katholische Kinder, aber auch solche ohne religiöses Bekenntnis, in Privatschulen strömen, wächst die Zahl der Schüler aus dem arabischen Raum an öffentlichen Schulen seit Jahren.
Laut dem Integrationsexperten Kenan Güngör steigt mit ihr aber auch der Einfluss eines „homogeneren, Koran-fixierten, somit salafistischen Islam“.
Was bedeutet seine Analyse also für die Realität vieler Eltern? Wer vermeiden will, dass sein Kind – ob katholisch oder nicht – zur Minderheit gehört, muss entweder eine Privatschule bezahlen oder in einen teureren Wohnbezirk ziehen.
Vor einiger Zeit meinte Bürgermeister Ludwig in einem „Krone“-Interview, es läge in der Verantwortung der Kirche, die Zahl der Katholiken wieder zu steigern. Möglich.
Aber liegt es nicht eher in der Verantwortung einer Stadtregierung, öffentliche Schulen so zu gestalten, dass sie für alle Schüler – ob katholisch, orthodox, ohne Bekenntnis oder muslimisch – eine gute Wahl bleiben? Zahlen dafür nicht auch viele Menschen, die in Österreich arbeiten, ihre Steuern? Jedenfalls zahlen sie nicht für Schulen, in denen die eigenen Kinder zu Außenseitern werden.
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