Zu einem Waldbrand im Anfangsstadium wurden am Donnerstagabend insgesamt sieben Feuerwehren aus dem Lavanttal gerufen. Das Feuer ist am Reisberg auf der Saualpe ausgebrochen. In Gemmersdorf rückten Florianis ebenso zu einem Brand aus.
„Die Alarmierung erfolgte um 18.30 Uhr. Wie hoch das Ausmaß des Feuers ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden“, so die LAWZ am Donnerstagabend. Entlang des Verbindungswegs „Winklinger Grabenweg“ im Gemeindegebiet St. Andrä im Lavanttal brannte es auf einer Fläche von rund 80 Quadratmetern.
Sieben Feuerwehren – St. Andrä, Jakling, Fischering, St. Paul, St. Michael, St. Stefean und Wolfsberg – waren im Einsatz. Im Lavanttal wehte in den Abendstunden ein Südwind von rund 20 km/h. Das erschwerte den Einsatz und begünstigte die Ausbreitung des Feuers.
Reste von Osterfeuer entfernt
„Nach bisherigen Erhebungen dürfte ein 51-jähriger Mann aus dem Bezirk Wolfsberg den Brand durch das Ausschütten von Resten eines Osterfeuers fahrlässig verursacht haben“, berichtet die Landespolizeidirektion Kärnten. Aufgrund der derzeit herrschenden Trockenheit dürfte es vermutlich zu einer Wiederentzündung von Glut- und Hitzeresten gekommen sein.
Durch das rasche Eingreifen der Wehren mit insgesamt 16 Fahrzeugen und rund 100 Einsatzkräften konnte die Ausbreitung des Feuers auf den angrenzenden Waldbestand verhindert werden. Gegen 19:45 Uhr wurde durch den Einsatzleiter „Brand Aus“ gegeben.
Hecke und angrenzender Baumbestand in Flammen
Einige Stunden später mussten Florianis in Gemmersdorf ausrücken. Um 2.45 Uhr schrillten die Sirenen: „Beim Eintreffen stand eine Hecke sowie angrenzender Baumbestand in Brand. Durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden“, berichtet die Feuerwehr Rojach, welche gemeinsam mit der FF Gemmersdorf den Brand bekämpfte. Anschließend wurden Nachlöscharbeiten sowie Kontrollen mittels Wärmebildkamera durchgeführt.
Erst Ende April brach ein gigantischer Waldbrand im Lesachtal aus und zerstörte 110 Hektar Wald. Auch zwei Wochen nach dem Feuer kann noch immer kein „Brand aus“ gegeben werden, da immer wieder Glutnester aufflammen. Aufgrund der Dürre herrscht in Kärnten aktuell ein enormes Risiko für derartige Einsätze.
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