Ein kolumbianisches Kokain-Geschäft brachte zuerst eine Flachgauer Mutter ins Gefängnis. Jetzt wurden auch die beiden Drahtzieher bestraft: 12 Jahre und 11 Monate lautete die Haftstrafe für einen Salzburger Drogen-Kriminellen, der schon seit 2019 in der Justizanstalt sitzt. Und mehr als 10 Jahre muss auch der Ex-Freund der Frau absitzen.
Mehrfach hat die „Krone“ über den filmreifen kolumbianischen Kokain-Deal berichtet: Eine Flachgauerin und Mutter zweier Kinder wurde im Frühjahr 2025 von ihrem Ex-Freund und einem Komplizen – beide Salzburger (35, 44) – in die kolumbianische Hauptstadt Bogota geschickt, um zwei Kilo Kokain nach Österreich zu bringen. Im Flieger zurück wurde die 36-Jährige von kolumbianischen Polizeikräften gefasst und das Kokain sichergestellt. Sie wurde wieder in die Heimat geschickt und kassierte im Juni im Salzburger Landesgericht viereinhalb Jahre Haft.
Drahtzieher des Deals verurteilt
Beim nun fortgesetzten zweiten Prozess ging es um die zwei Hintermänner: Während der Ex-Freund (35) gleich am ersten Verhandlungstag im September 2025 ein Geständnis ablegte, bestritt der ohnehin schon seit 2019 wegen südamerikanischen Drogengeschäften in Haft sitzende Salzburger (44) eine Beteiligung. Dabei belastete ihn der Mitangeklagte, der selbst auch nach der Frau nach Kolumbien geflogen war, um das Koks zu holen – aber ohne Drogen wieder zurückkehrte: „Er hat die Kontakte, er ist der Einzige“, sagte der 35-Jährige der Richterin. Der Anklage nach hatte der 44-Jährige das Drogen-Geschäft sogar aus der Haftzelle organisiert – mit einem eingeschleusten Smartphone.
Bei der erneuten Fortsetzung des Prozesses am Donnerstag legte der 44-Jährige dann doch noch ein Geständnis ab. Die Richterin verurteilte beide vorbestraften und im Rückfall befindlichen Salzburger zu langen Haftstrafen: 12 Jahre und 11 Monate Haft für den 44-Jährigen, den Organisator aus der Haftzelle. Und 10 Jahre und 8 Monate Haft für den Ex-Lebensgefährten. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig.
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