Firma Gradwohl in Melk

Wegen Insolvenz wackelt ein Viertel aller Jobs

Niederösterreich
30.05.2026 13:00
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Erneut in die Insolvenz geschlittert ist jetzt das Druck- und Kunststoff-Unternehmen Gradwohl mit zwei Standorten in Melk und einem Werk in Wimpassing an der Pielach, Bezirk St. Pölten. Der Betrieb soll zwar weitergeführt werden, aber Arbeitsplätze sind in Gefahr.

Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverantwortung wurde jetzt erneut über das Vermögen der Melker Firma Gradwohl eröffnet. Verbindlichkeiten in der Höhe von 2,6 Millionen Euro stehen liquide Mittel von knapp 490.000 Euro gegenüber, heißt es dazu in einer Aussendung.

Flutkatastrophe überwunden
Bereits vor drei Jahren war ein erstes Sanierungsverfahren erfolgreich abgeschlossen worden. Danach entwickelte sich der Betrieb trotz Wirtschaftskrise positiv, auch die Folgen der Hochwasserkatastrophe konnten bewältigt werden.

Rückschlag wegen Krisen
Doch im vergangenen Jahr brachen aufgrund der anhaltenden Krisen wichtige Kundengruppen weg, die Firma sah sich mit einer rückläufigen Nachfrage bei gleichzeitig massiv steigenden Kosten konfrontiert. „Auch die starken Lohn- und Gehaltsabschlüssen der letzten Jahre belasten das Unternehmen“, heißt es.

Einsparungen nötig
Ziel des nunmehr am Landesgericht St. Pölten eingeleiteten Sanierungsverfahrens ist die Weiterführung des Betriebes. Dazu werden derzeit alle Einsparungspotenziale geprüft. Die Folge: Rund 40 der 160 Arbeitsplätze wackeln.

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