Ein neues Angebot des Landes bietet präzise Einblicke in den Kärntner Wasserhaushalt – das ist einzigartig in Österreich. Im Internet gibt es ausführliche Infos zu Wasserstand & Co. Der derzeitiger Mangel bereitet Experten des Landes noch keine Sorgen.
Besonders viel Wasser führen die Kärntner Flüsse derzeit nicht unbedingt. Nach einem trockenen Vorjahr konnte auch ein niederschlagsreicher Februar die Lage nicht drehen. Für die Stromversorgung sind wir daher auf Importe angewiesen.
„Aus unserer Sicht ist die Lage aber nicht so tragisch“, beruhigt Johannes Moser, Leiter der Hydrographie. „Auch die Schneeschmelze fängt langsam an.“ Daher ist die allgemeine Kärntner Trinkwasserversorgung gesichert. In einzelnen Regionen oder für die Bauern kann es aber anders aussehen. „Besonders für die Landwirtschaft ist es schwierig, wenn Niederschläge fehlen“, gibt der Leiter der Kärntner Wasserwirtschaft, Norbert Sereinig, zu bedenken.
Einzigartiger Einblick in Kärntner Wasserstände
Von all dem kann man sich aber selbst ein Bild machen – als erstes Bundesland bietet Kärnten detaillierte Analysen zu Abflusszahlen, Niederschlag, Grundwasser und mehr im Internet. „Die Idee ist uns gekommen, als es 2022 und 2023 so viele Anfragen zur Hochwassergefahr gegeben hat“, so Sereinig. „Unser genialer Programmierer Martin Eder hat dann das Dashboard erstellt.“ Auf hydrodash.ktn.gv.at kann ab sofort jeder recherchieren, wofür früher die Experten erst Daten suchen mussten.
System wird mit aktuellen Daten versorgt
„Damit unterstreicht Kärnten einmal mehr seine Pionierarbeit in der Wasserwirtschaft, wofür dem Team großer Dank gebührt“, lobt auch Landesrat Daniel Fellner das neue Angebot. Dieses wird alle zehn bis 30 Minuten mit aktuellen Daten von den verschiedenen Messstationen gefüttert. „Wir errichten auch nur noch Stationen, die Daten digital liefern können“, so Moser. „Wir brauchen nur ein Netz, die Stromversorgung klappt über PV-Paneele.“ Auch Ausfälle können so schneller erkannt werden: „Früher sind wir die Stationen abgefahren und haben erst dann bemerkt, dass sie wochenlang nichts aufgezeichnet haben“, so Moser.
Beim Blick in die Daten soll man sich aber nicht von Abweichungen zu sehr beunruhigen lassen. „Die Natur ist nie ein Mittelwert. Wasser bewegt sich langsam, es gleicht sich wieder aus“, betont der Wasserexperte.
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