Concorde-Nachfolger

„Leiser“ Überschall-Jet vor zweitem Testflug

Wissen
19.03.2026 12:15

Mehr als 20 Jahre nach dem Aus für die legendäre „Concorde“ rückt nun eine mögliche Rückkehr des Überschallflugs im Passagierverkehr wieder näher. In Kürze soll ein Prototyp des NASA-Experimentalflugzeugs X-59 im Rahmen des QueSST-Projektes der US-Raumfahrtbehörde seinen zweiten Testflug absolvieren.

Für den zweiten Flug wird die X-59 aus ihrem Hangar am Armstrong Flight Research Center in Edwards (Kalifornien) rollen, dann starten und auf der nahegelegenen Edwards Air Force Base landen. Das Versuchsflugzeug werde etwa eine Stunde lang in der Luft sein und in einer Höhe von 12.000 Fuß (knapp 3660 Meter) eine Reisegeschwindigkeit 370 km/h erreichen, bevor es in 20.000 Fuß (6100 Meter) Höhe auf knapp 420 km/h beschleunigen werde, berichtet die US-Raumfahrtbehörde NASA auf ihrer Website.

Auftakt zu zahlreichen Testflügen
Der zweite Testflug bilde den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Flügen, die als „Envelope Expansion“ (Flugbereichserweiterung) bezeichnet werden, so die NASA. Im Rahmen dieser Flüge werde man die X-59 schrittweise auf höhere Geschwindigkeiten und in größere Höhen bringen, um die Sicherheit des Flugzeugs zu gewährleisten und seine Leistungsfähigkeit zu bewerten, heißt es.

(Bild: NASA/Lori Losey)

Auf diese Phase sollen anschließend Flüge folgen, bei denen das einzigartige akustische Profil der X-59 untersucht wird. Das Versuchsflugzeug X-59 ist das Herzstück der Quesst-Mission der NASA und wurde entwickelt, um mit Überschallgeschwindigkeit – also schneller als die Schallgeschwindigkeit – zu fliegen, ohne die lauten Überschallknalle zu erzeugen.

„Leiser“ statt lauter Knall das Ziel
Mit Quesst (die Abkürzung steht für Quiet Supersonic Transport) arbeitet die NASA daran, kommerzielle Überschallflüge über Land zu ermöglichen und so die Flugzeiten in den USA oder überall auf der Welt drastisch zu verkürzen. Ziel der Testflüge ist es, zu zeigen, dass man schneller als Mach 1 (also mit Überschallgeschwindigkeit) fliegen und den lauten Überschallknall auf einen „leisen“ Knall reduzieren kann.

Deutlich leiser als die „Concorde“
Im Vergleich zur „Concorde“, die etwa doppelt so schnell war wie modernen Passagierflugzeuge heute, deren Betrieb jedoch 2003 wegen wachsender Sicherheitsbedenken eingestellt wurde, soll X-59 QueSST deutlich leiser sein und nur einen „weichen Knall“ verursachen, wenn es die Schallmauer durchbricht. Der Knall, so heißt es,  entspreche in etwa der Lautstärke, die beim Zuschlagen einer Autotür gemessen werde.

Die Reiseflughöhe für den „Sohn der Concorde“ wird mit 55.000 Fuß (knapp 16.800 Meter), ihre Höchstgeschwindigkeit mit 1,42 Mach (rund 1750 km/h) angegeben. Möglich mache dies „das längliche, schlanke Design des Flugzeugs“, erklärte ein für das Projekt verantwortlicher Manager bei Lockheed Martin, die den Prototyp baut, Ende 2018.

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