Die ukrainische Führung hat ein Angebot der EU angenommen, die beschädigte Druschba-Pipeline zu reparieren. Man stelle technische und finanzielle Hilfe zur Verfügung, sagte EU-Ratspräsident Antonio Costa am Dienstag.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass die Arbeiten bereits kurz vor dem Abschluss stünden. Die Pumpstation werde voraussichtlich in eineinhalb Monaten wieder betriebsbereit sein, sofern es keine weiteren Angriffe durch Russland gebe. „Vorwürfe, die Ukraine behindere absichtlich den Öltransport durch die Druschba-Pipeline, sind unbegründet“, hieß es in dem Schreiben Selenskyjs an Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Dabei bezog er sich auf den Streit mit Ungarn und der Slowakei. Die Regierungen geben der Ukraine die Schuld an der Unterbrechung der Öllieferung seit Ende Jänner. Die Führung in Kiew macht wiederum einen russischen Angriff auf die Anlagen der Pipeline in der Westukraine dafür verantwortlich. Ungarn und die Slowakei sind stark von russischen Energielieferungen abhängig und pflegen trotz des Kriegs weiter enge Beziehungen mit dem Kreml.
Entspannung deutet sich an
Ungarns Regierung hat am Montag angekündigt, einen 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine und neue Sanktionen gegen Russland zu blockieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline fließt. Die EU-Spitzen sagten, dass die Wiederaufnahme von großer Bedeutung für die Stabilität der Märkte sei. Das entspreche auch den vertraglichen Verpflichtungen der Ukraine. Die EU selbst will bis Ende 2027 schrittweise alle verbleibenden Ölimporte aus Russland beenden.
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