Österreichs erster Bericht zu Phishing-Betrug zeigt: Die Fälle nehmen zu, die Opfer sind meist Frauen – und die Banken unterschiedlich kooperativ. Insgesamt 717 Fälle wurden seit dem Jahr 2023 dokumentiert. Die Mehrheit der Opfer ist weiblich – und über 50 Jahre alt. SPÖ-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig fordert strengere Schutzmaßnahmen.
Eine gefälschte SMS von einer vermeintlichen Bank. Ein täuschend echter Link. Wer auch nur einen Moment lang nicht aufpasst, schaut oft danach rasch auf ein leeres oder leereres Konto. Im Schnitt verlieren Opfer in Österreich bei solchen Phishing-Betrügereien 4333 Euro – in den schlimmsten dokumentierten Fällen sogar über 20.000 Euro. All das geht aus dem von Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) erstmals veröffentlichten Phishing-Bericht hervor. Ebendieser zeigt aber zumindest auch: Wer sich wehrt, bekommt sein Geld zurück.
717 erkannte Opfer, 1,5 Millionen Euro gab es zurück
Seit Jänner 2023 betreibt das Ministerium die Ombudsstelle für Zahlungsprobleme – kostenlos, niederschwellig und wirksam. 717 Betroffene haben sich seither gemeldet. In zwei von drei Fällen gab es Geld zurück – Geld, das viele längst abgeschrieben hatten. Von den bekannten Beschwerden führten 76 Prozent zu einer direkten Intervention bei der Bank.
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