Geburtstagskonzert

Zubin Mehta: Der in Indien geborene Wiener wird 90

Kultur
17.03.2026 18:00

Er feiert am 29. April seinen „90er“: Im Konzerthaus spielen die Wiener Philharmoniker aber bereits am Mittwoch zu Zubin Mehtas Geburtstag unter seiner Leitung Weber, Beethoven & Max Bruch. 

Als er mit 18 nach Wien kam, war er sofort der Liebling aller. Ein amüsant plaudernder Charmeur, nie um Gschichterln verlegen: Zubin Mehta studierte ab 1954 beim legendären Professor Hans Swarowsky. Und ich erinnere mich noch an die Tage, als er sich sein Taschengeld als Kontrabassist im Orchester der Wiener Jeunesse verdiente. „Zubi Bubi“ – wie alle den 1936 in Mumbay (Bombay) geborenen eleganten Inder nannten – sagte später, als er längst einer der glamourösesten Pultstars der internationalen Szene und mit einer Hollywood-Schauspielerin verheiratet war -, er sei durch seine Liebe zur Wiener Musikkultur damals ein „zufällig in Indien geborener Wiener“ geworden, der es gerne „ein wenig g’schlampert und mit Schmäh“ mag.

Zubin Mehta

  • 1936 in Mumbai (Indien) in eine renommierte Musikerfamilie geboren
  • ab 1954 in Wien Studium bei Hans Swarowsky
  • 1961 Debüt bei den Wiener und Berliner Philharmonikern
  • 1962 Chef des Los Angeles Philharmonic
  • 1977 Chef der Israel Philharmonie
  • ab 1978 der New Yorker Philharmoniker
  • 1985 Chefdirigent des Maggio Musicale Florenz
  • 1998 GMD der Bayrischen Staatsoper, München 

Am 29. April feiert er seinen 90. Geburtstag. Mit 84 an Krebs erkrankt, ließ er sich nicht unterkriegen. „Musik gab mir Stärke.“ Und so führt er mit „seinen“ Wiener Philharmonikern am Mittwoch in seinem Geburtstagskonzert im Konzerthaus Webers „Oberon“-Ouvertüre, Max Bruchs Violinkonzert – mit Freund Pinchas Zukerman – und Beethovens „Siebente“ auf (Wiederholung im Musikverein: 19., 21., 22., 23. März).

Die Wiener Philharmoniker waren für ihn vom Beginn seiner Superkarriere an das Maß der Dinge: „Wien war meine eigentliche musikalische Heimat“, sagt er als ihr Ehrendirigent (2001), der sie seit 1961 dirigiert, fünf Neujahrskonzerte leitete und mit ihnen ab 1967 bei den Salzburger Festspielen und ab 1981 in der Staatsoper musizierte.

Karriere im Rekordtempo
Im Rekordtempo absolvierte der musikalische Kosmopolit Mehta seine internationale Karriere. In Los Angeles, New York, Montreal, beim Israel Philharmonic (Ehrendirigent auf Lebenszeit), an der Bayrischen Staatsoper, beim Maggio Musicale Florenz hatte er Chefpositionen und feierte Triumphe an allen großen Opernhäusern, sogar mit „Turandot“ in Beijing .

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