Rund 200 Jahre ist die Uraufführung der Oper „Il viaggio a Reims“ schon her. Zeit, das Geschehen ins Heute zu holen. Regisseur Barrie Kosky tut das auf ganz eigene Art und Weise: Im Stück soll der runde Geburtstag von Pfingstfestspiel-Intendantin Cecilia Bartoli gefeiert werden, anstatt die Krönung des französischen Königs Karl X..
„Eine Krönung interessiert das heutige Publikum nicht mehr“, ist Kosky überzeugt. Doch so weit kommt es weder in der Originalfassung, noch in der adaptierten. Denn die illustre Reisegruppe strandet auf der Anreise.
„Wir können unser Leben nicht überleben, wenn wir nicht lachen“, erklärte Kosky die irrwitzigen Ereignisse im Laufe des Stückes. Eine handfeste Handlung gibt es in „Il viaggio a Reims“ nicht. Es sei ein „blödes Stück“, das man nicht verstehen müsse, so Kosky.
Künstlerisch halte die lockere Oper enorm viele Entfaltungsmöglichkeiten bereit. Das Ensemble rund um den australischen Regisseur und auch er selbst empfänden dies als durchaus fordernd: „,Il viaggo a Reims’ ist zehn Mal schwerer zu inszenieren, als der ,Ring der Nibelungen’.“
Auch musikalisch wird es spannend: Das Orchester spielt auf historischen Instrumenten, um den Klang der damaligen Zeit zu rekonstruieren. Premiere ist am 22. Mai.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.