Er stammt aus Hinterstoder – und erobert gerade die Bühnen der Welt: Alois Mühlbacher, der beharrlich seine Karriere als Countertenor ausbaut, kehrt für einen verrückten Videodreh in seine Heimat zurück. Ab Freitag ist sein neuestes Musikvideo „Crazy“ auf YouTube abrufbar; ab 17. März singt er im Theater an der Wien eine nächste Partie.
Alois Mühlbacher wurde als St. Florianer Sängerknabe an der Wiener Staatsoper gefeiert; heute treibt er seine Weltkarriere als Countertenor erfolgreich voran, tritt auf Bühnen von Bayreuth über Paris bis zur Scala in Mailand auf.
Starker Zug auf die Theaterbühne
Doch seit Ende des Vorjahres feilt er an einem neuen Standbein. Mühlbacher spielte in der Familienoper „Ich bin Vincent!“ im Theater an der Wien die Hauptrolle, wir berichteten. Er sagt im „Krone“-Talk: „Diese Oper war für mich ein wahrer Glücksfall. Diese Rolle zu erarbeiten, war eine sehr intensive Erfahrung.“
Und er verrät: „In den kommenden Jahren stehen mehrere Opernproduktionen auf dem Programm. Es geht gleich weiter mit einer neuen Produktion am Theater an der Wien, nämlich mit der Händel-Oper ‘Medea‘.“ Mühlbacher spielt und singt die Rolle der Amme. Die Premiere wird am 17. März sein.
Singen mit Baustellen-Helm
Er legt aber auch ein neues Musikvideo nach. Seine Interpretationen des Queen-Hits „Don’t Stop Me Now“ und Jacksons „Billie Jean“ brachten Tausende Klicks; das Erfolgsgeheimnis: Barock trifft Pop.
„Die Interpretation von Pop-Songs in barocken Arrangements war anfangs eher als spielerisches Experiment gedacht. Inzwischen gibt es jedoch mehrere Konzertanfragen, bei denen sich Veranstalter genau diese Mischung wünschen“, sagt er zur „Krone“.
Dreh zu Hause in Hinterstoder
Ab Freitag (15 Uhr) gibt es einen neuen Song auf YouTube: Gnarls Barkleys Hit „Crazy“, von Georg Wiesinger mit Vivaldi-Elementen neu arrangiert.
Mühlbacher singt, die Musik kommt vom Spring String Quartet, das Video stammt von Antonin Pevny und seinem Team. Gedreht wurde im Kalkwerk in Klaus sowie bei einer Baufirma in Hinterstoder. Special Effects, die mit KI gemacht wurden, sorgen für eine verblüffende Story. „Wir wollten bewusst einen Gegenpol schaffen – einen Ort, an dem man einen Countertenor nicht erwarten würde.“
Es tut sich viel bei Alois Mühlbacher:
„Am 10. Juni beginnt das Barock Festival St. Pölten, das ich seit 2023 kuratieren darf. Darauf freue ich mich ganz besonders. Wir feiern das 20-jährige Jubiläum, und es werden zahlreiche Weltstars der Barockszene nach St. Pölten kommen. Mit meinem Ensemble Pallidor werde ich das Eröffnungskonzert gestalten.“
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