„Krone“-Kommentar

Nicht eine Frau – sondern genau DIESE Frau

Kolumnen
14.03.2026 11:50

Als Andreas Babler beim SPÖ-Bundesparteitag die Frauen in den Himmel lobte und sich überschwänglich für deren Engagement bedankte, bekam er von mir einen Gutpunkt. Ein Politiker als bekennender Feminist: Ist ja noch immer nicht selbstverständlich.

Anfang der Woche wollte der SPÖ-Vorsitzende offenbar erneut feministisch rüberkommen. Einen Tag nach dem Weltfrauentag, an dem ORF-Generaldirektor Roland Weißmann bekanntlich wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung zurückgetreten ist, meinte Medienminister Babler, dem ORF und der Gesellschaft „täte es gut, wäre der Nachfolger eine Generaldirektorin“.

Kommentiert aktuelle Momente für die „Krone“: Conny Bischofberger
Kommentiert aktuelle Momente für die „Krone“: Conny Bischofberger(Bild: Krone KREATIV/Eva Manhart)

Es soll also in jedem Fall eine Frau den ORF leiten und nicht die oder der Bestgeeignete für diesen wichtigen Job? Klingt eher diskriminierend als feministisch.

Babler hat Glück, denn jetzt steht tatsächlich eine Frau an der Spitze des größten Medienunternehmens im Land. Die Vorarlbergerin Ingrid Thurnher ist seit mehr als 40 Jahren im Unternehmen, hat eine tadellose Biografie als Journalistin und zuletzt auch als Managerin. Aber sie würde sich bestimmt wehren, mit dem Etikett herumzulaufen, das Babler den Frauen mit seiner Aussage umhängt.

Mit Frau Thurnher wurde nicht „eine Frau“ ORF-Chefin, weil sie eine Frau ist. Sondern genau „diese Frau“, weil sie die richtige Person für diese schwierige Phase ist. Vielleicht sogar für länger.

Nicht eine Frau per se tut dem ORF und der Gesellschaft gut, sondern dass diese Frau es gut macht.

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