Ausgerechnet die Seriennummer eines Fünf-Euro-Scheins bewies, dass tatsächlich Geld aus dem Opferstock der Lourdeskapelle in Altenmarkt in Salzburg gestohlen wurde. Mithilfe der Pfarrgemeinde schaffte es Pfarrer Josef Hirnsperger, gleich drei Diebe zu überführen.
„Ich wollte kein Detektiv sein, sondern nur wissen, ob wirklich etwas fehlt“, erzählt Altenmarkts Pfarrer Josef Hirnsperger, der durch seine Aufmerksamkeit und mithilfe seiner wachsamen Pfarrmitglieder gleich drei Opferstockdiebe überführte.
Bereits im Winter war dem Seelsorger aufgefallen, dass immer wieder Geld aus der Kassa der Lourdeskapelle fehlte. „Zuerst habe ich mir gedacht, dass Menschen vielleicht einfach beim Kerzenanzünden vergessen haben, etwas einzuwerfen“, sagt Hirnsperger.
Geld fehlte regelmäßig, Pfarrer bat um Hilfe
Doch noch fehlten die Beweise, dass hier tatsächlich etwas gestohlen wurde. „Ich habe dann immer einen Fünfer hineingegeben und mir die Seriennummer aufgeschrieben. Als dieser verschwunden war, waren wir uns sicher, dass Diebe am Werk sind“, berichtet der listige Seelsorger im Gespräch mit der „Krone“.
Auffallend war, dass immer an Mittwochen und Feiertagen etwas fehlte. Also bat Hirnsperger Mitglieder der Pfarrgemeinde um Hilfe. Am 3. Juni gelang es einem Zeugen, rechtzeitig die Polizei zu rufen. Ein Pärchen aus Rumänien wurde auf frischer Tat ertappt.
Doch ruhig wurde es auch danach nicht: Zu Fronleichnam versuchte ein Ungar sein Glück. „Ich war schon beim Wirt und habe gesehen, dass die Polizei zur Kapelle fährt“, so Hirnsperger.
Ausgezahlt haben sich die Diebstähle nicht. Beide Male wurde lediglich ein niedriger, zweistelliger Betrag ergattert. „Einerseits tun mir die Leute leid, aber Stehlen darf nicht sein“, sagt der Pfarrer über die respektlosen Aktionen. Immerhin sei beim Angeln nach Geld alles heil geblieben.
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