Entkam Jägern

„Schlauer“ Bär in Japan seit Tagen auf der Flucht

Ausland
05.06.2026 10:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Fukushima im Norden Japans ist ein Bär seit Tagen auf der Flucht. Das streunende Tier hatte am Dienstag vier Menschen angegriffen – bis Freitagmorgen gelang es den Angaben der Behörden zufolge nicht, es einzufangen.

Zunächst war der Bär am Dienstag in eine Autoteile-Fabrik eingedrungen und hatte zwei Mitarbeiter gebissen. Auf dem Gelände einer benachbarten Fabrik verletzte es anschließend zwei weitere Personen. Der Bär habe offenbar sogar ein Fenster geöffnet und aus einem Wasserhahn getrunken, teilten die Behörden mit.

Fukushimas Bürgermeister nennt Bären „äußerst intelligent“
Trotz des Einsatzes von Jägern und Einsatzkräften, die mit Fallen und Betäubungsgewehren arbeiteten, konnte das Tier zunächst nicht gefangen werden. Schließlich gelang ihm sogar die Flucht aus dem Gelände. Behörden gehen davon aus, dass der Bär sich dabei sehr geschickt verhalten haben könnte. Nach Angaben des Bürgermeisters von Fukushima gibt es Hinweise darauf, dass das Tier möglicherweise selbstständig ein Fenster geöffnet hat. Außerdem wird vermutet, dass es in dem Gebäude einen Wasserhahn bedient hat, um zu trinken.

Bärensichtungen explodiert
Der Vorfall fällt in eine Zeit stark zunehmender Bärenaktivität in Japan. Im vergangenen Jahr wurden dort so viele Menschen wie nie zuvor von Bären getötet. Gleichzeitig stieg die Zahl der gemeldeten Sichtungen deutlich an: Zwischen April 2025 und Ende März dieses Jahres wurden landesweit mehr als 50.000 Sichtungen registriert, mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2023.

Experten führen diese Entwicklung auf mehrere Ursachen zurück. Dazu zählen eine wachsende Bärenpopulation sowie die zunehmende Entvölkerung ländlicher Regionen, wodurch Bären leichter in menschliche Siedlungsräume vordringen können. Zusätzlich sorgte ein geringes Nahrungsangebot im Wald, etwa durch schlechte Eichel-Ernten, dafür, dass die Tiere verstärkt nach Alternativen suchten. Dadurch kam es bereits häufiger zu Begegnungen in Städten und Dörfern, etwa in Supermärkten oder in der Nähe von Schulen.

In Japan leben zwei Hauptarten von Bären: der Asiatische Schwarzbär sowie der deutlich größere Braunbär, der bis zu einer halben Tonne schwer werden kann und sehr schnell laufen kann. Jährlich werden in Japan tausende Bären erlegt, um die Bevölkerung zu schützen. Neben Jägern werden inzwischen auch Polizei und teilweise das Militär in betroffene Regionen geschickt, um bei der Eindämmung der Tiere zu helfen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung