Überraschend gestorben

„Die Sicherheit der Taucher ging ihm über alles“

Oberösterreich
06.06.2026 09:00

Die Wasserrettung Nußdorf am Attersee und der Tauchclub Lambach in Oberösterreich tragen Trauer. Nach kurzer, schwerer Krankheit war am 1. Juni der passionierte Taucher und Wasserretter Klaus Piesl viel zu früh und unerwartet im 59. Lebensjahr verstorben. 

„Ich habe Klaus 1994 kennengelernt, als er zum Tauchclub Lambach gekommen ist. 2005 ist er der Wasserrettung beigetreten und hat irgendwann auch mich überzeugt, dass sich unser Hobby gut mit der ehrenamtlichen Tätigkeit verbinden lässt“, erzählt der langjährige Freund und Weggefährte Bernhard Hetzmannseder, Leiter vom Union Tauchclub, Sektion Lambach/Edt.

„Er war ein sehr fröhlicher Tauchkamerad, stets gut gelaunt und auch am Stammtisch immer einer der Letzten. Kurz gesagt ein sehr angenehmer Genosse“, erinnert sich der Sektionsleiter.

Auf ganzen Welt mit Kamera unterwegs
Wenn der 58-Jährige nicht als Versandhandelsagent arbeitete, war er auf der ganzen Welt unterwegs und fotografierte Unterwasserlandschaften, um auch Nicht-Taucher an deren Vielfalt und Schönheit teilhaben zu lassen.

Kein tödlicher Tauchunfall
Nicht nur bei der Wasserrettung wollte er Menschen helfen: „Durch seine Praxiserfahrung als Rettungstaucher hat er gewusst, wie Unfälle passieren, und sein Wissen in unsere Übungen einfließen lassen“, so Hetzmannseder – wohl mit ein Grund, warum der Club bislang keinen tödlichen Tauchunfall zu beklagen hat.

„Mit seiner stets positiven und ruhigen Art war er Vorbild und verlässlicher Anhaltspunkt auch in den größten Tiefen unserer Seen. Viele gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen werden uns stets mit ihm verbinden“, ergänzen die Wasserretter. 

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